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Cities Unknown

HG Esch

HENN Galerie, 22. Juni - 20. September 2012

Das 21. Jahrhundert wird das “urbane” und das “pazifische” Jahrhundert genannt. In Ost-asien wachsen in galoppierendem Tempo Mega-Städte scheinbar konzeptionslos heran und sind die Heimat von zwei Milliarden Menschen. Sie heißen Hangzhou, Chongqing, Wuhan oder Chengdu und im Westen gibt es kaum einen, der sie auf einer Landkarte finden könnte. Schon heute gibt es in Ostasien dreimal so viele Stadtbewohner wie in der ganzen westlichen Welt zusammen. Ihre Dynamik, ihr Raum- und Energiehunger, ihre Jugendlichkeit und ihre Hässlichkeit machen sie für Architekten, Planer und Journalisten aus dem Westen zu abstoßenden und anziehenden Studienobjekten zugleich. Die neuen „Mega-Städte ohne Namen“ verdanken ihre Existenz dem explosiven ökonomischen Wachstum.

Eschs Fotoserie zeigt die Städte so, wie sie sind: Gesichtslos, von Smog verhangen, identitätsarm, radikal heterogen, selbstähnlich bis zur Unkenntlichkeit und frisch in die Landschaft gepflanzt. Eschs Blick ist einzigartig, faszinierend und beklemmend. Hier kann man den neuen Metropolen beim Wachsen zusehen.