Universitäts-Campus Riedberg

Hessisches Ministerium, Frankfurt, DE

Im Entwurf für den zentralen Gebäudekubus des Campus Riedberg sind zentrale infrastrukturelle Einrichtungen zu einer architektonischen Einheit gefasst. Durch seine scharfkantige Silhouette hebt sich der hohe Solitär von den umliegenden Häusern ab und wird zum unverwechselbaren Orientierungspunkt auf dem Universitätsgelände. Die dünne Außenhaut des Gebäudes ist als schillernde Metallmembran konzipiert und umhüllt die eigentliche Fassade aus geschosshohen Fenster- und Betonflächen. Im Inneren werden Hörsäle und Seminarräume, Bibliothek und Cafeteria zu einer komplexen Raumfolge verflochten. Die Zugänge im Süden und Norden sind durch scharfe Einschnitte in den Baukörper markiert. Großzügige Eingangsbereiche führen in ein Foyer, das unmittelbar an zwei große Hörsäle und die Cafeteria angrenzt. Eine breite Treppe führt vom Atrium zu den Seminarräumen und weiteren Hörsälen in den oberen Etagen. Lichthöfe öffnen sich dort als ruhige Raumzonen, die im Kontrast zum Kommunikationsbereich im Atrium stehen. Der Zugang zur Bibliothek liegt im zweiten Obergeschoss. Die Freihandstellflächen und der Lesebereich geben den Blick Richtung Frankfurt auf der einen und Taunus auf der anderen Seite frei. Entsprechend ihrer Nutzung sind die einzelnen Räume des Stahlbetonbaus mit unterschiedlichen Deckenspannweiten angeordnet und innerhalb des Kubus miteinander verwoben.

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MobileLifeCampus

Wolfsburg AG, Wolfsburg, DE

Der Leitidee des Entwurfs für den MobileLifeCampus liegt ein umgreifendes, gekreuztes und scheinbar unendliches Band zu Grunde, stellvertretend für die interdisziplinäre Verbindung der Fachbereiche der Elitehochschule. In Beton gegossen thematisiert es die Tektonik des Gebäudes. Es ist die gebaute Transformation einer Matrix, die Umsetzung der Idee, Wissen in Räumen zu generieren, die durch Überlagerungen und Überschneidungen entstehen. Im Inneren ist das bauliche und organisatorische Zentrum des MobileLifeCampus das mit einem Glasdach überspannte Atrium, das sich über vier Geschosse erstreckt und zu dem alle Wege führen. Offene Treppen ermöglichen unmittelbare Kontaktaufnahme und Kommunikation. Bewusste Vernetzungen der Wege unterstreichen die Offenheit. Die Seminarräume sind in freier Anordnung um das Atrium gruppiert und ragen auf unterschiedlichen Höhen in das Zentrum hinein.

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Produktionstechnisches Zentrum der Universität Hannover

Universität Hannover, Hannover, DE

Mit dem Neubau des Produktionstechnischen Zentrums werden die räumlichen Möglichkeiten für die Verbindung von Forschung, Lehre und industrieller Anwendung an der Fakultät für Maschinenbau geschaffen. Die geplante Gebäudeanlage spiegelt die Prozesskette Lehren-Forschen-Anwenden in deren Struktur und räumlicher Ausprägung wider. Auf einem ca. 11 Hektar großen Baugrundstück werden der Nutzung entsprechend unterschiedliche Gebäudetypen als modulare Einheiten durch eine große kommunikative, transparente Halle verbunden. Durch die Anordnung der Einzelgebäude in einer Strukturmatrix werden direkte, kurze Wege im Sinne eines komprimierten geistigen und materiellen Flusses erzeugt. In einem noch dünn bzw. nur vereinzelt besiedelten Umfeld ohne wesentliche topographische Erhöhungen stellt das Produktionstechnische Zentrum eine eindeutige Verdichtung von Raum und baulicher Signifikanz dar. Durch die Definition eines einprägsamen Ortes inmitten einer heterogenen Gewerbestruktur wird die Vernetzung von Industrie und Universität zeichenhaft dargestellt. Den wesentlichen Elementen der Forschertätigkeit (Kommunizieren, Denken, Experimentieren) wird somit eine räumliche Plattform geschaffen.

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Fakultät für Maschinenwesen, TU München

Bayerisches Staatsministerium , München, DE

Im Jahre 1997 entstand für die TU-Fakultät für Maschinenwesen in Garching bei München eine Wissensstadt, die sich aus sieben Instituten mit 28 Lehrstühlen zusammensetzt. In einer Bauzeit von nur drei Jahren wurde der über 50.000 Quadratmeter Hauptnutzfläche umfassende Hochschulkomplex realisiert. Entsprechend den facettenreichen Anforderungen einer modernen Universität wurde der Neubau in Kommunikations- und Konzentrationsbereiche aufgegliedert. Die „Philosophie der Kommunikation“ prägt die Ordnungs-, Orientierungs- und Raumstruktur des urban anmutenden Gebäudekomplexes. Eine 220 Meter lange Fakultätsstraße, die alle sieben Institute miteinander vernetzt, definiert das räumliche und kommunikative Rückgrat des architektonischen Gesamtkonzepts. Wie bei einem belebten Straßenraum vollziehen sich auf dieser Magistrale Transport, Verkehr und vielfältige Begegnungen. Sämtliche zentrale Einrichtungen, wie die Bibliothek, drei Hörsäle, sechs Seminargebäude, Läden, Cafeteria und ein Kindergarten sind diesem Spine angegliedert. Die viergeschossigen Institute öffnen sich zweiflügelig zur zentralen Straßenachse hin. Zwischen den jeweiligen Institutsspangen sind unterschiedlich gestaltete Zeichen-, Hörsäle und Seminarräume eingestellt. Diese Kuben nehmen das Thema „Straße und Haus“ in immer wieder neuen Weg- und Blickbeziehungen auf. Brücken als Verknüpfungslinien, Galerien, Fenster und die Transparenz der verschiedenen Ebenen fördern die visuelle Vernetzung.

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University of Qatar

University of Qatar, Doha, QA

Die Universität in Doha wird sich als wichtigste Bildungsinstitution des Landes Qatar in den nächsten Jahren vergrößern und erweitern. Vor allem Wohnungen, Villen, Geschäfte und kulturelle Einrichtungen werden entstehen. In einer Konzeptstudie für einen Masterplan werden abstrakte Pattern entwickelt, die durch eine räumliche Begrenzung von Flächen im bewussten Gegensatz zu einer ungeordnet wuchernden Ausbreitung stehen. In der unwirtlichen Wüstenlandschaft bilden kreisrunde Oasen ein Netzwerk aus unterschiedlich genutzten Quartieren.

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Münster Fachbereich Design

Fachhochschule Münster, Münster, DE

Ein zweigeschossiges, rechteckiges Gebäude arrondiert den nordwestlichen Bereich des ehemaligen Kavalleriehofes in Münster. Das auskragende Dach nimmt die Traufhöhe der Bestandsgebäude auf und bildet durch seine acht Einschnitte introvertierte, kontemplative Innenhöfe. Eine einfache Systematik von Raumorganisation und Erschließung ermöglicht eine räumliche Komplexität der atelierartigen Arbeitsräume. So entsteht ein Tageslichtdurchfluteter, offener Ort der Kommunikation und Konzentration. Grenzen von Außen nach Innen scheinen fließend. Die Räume sind in ihrem ästhetischen Ausdruck nicht endbestimmt, die Einfachheit des Details wird zum Ausdruck der Bestimmung.

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Max-Planck-Institut für Psychatrie, München

Max-Planck-Gesellschaft, München, DE

Das Institut liegt zwischen dem bestehenden Kraepelinbau und einer Klinik. Verschiedene Altbauten auf dem Grundstück wurden für den Neubau abgebrochen. Für die neuen Forschungsgebiete der Neuroendokrinologie und Neuropharmakalogie wurde der Neubau eines Laborgebäudes erforderlich. Das Gelände schließt an das Areal des städtischen Krankenhauses in Schwabing und weitere soziale Einrichtungen an. Das Gelände wird von der Kraepelinstraße erschlossen. Der unter Denkmalschutz stehende Kraeplinbau von 1928 wurde mit dem Neubau verbunden und saniert. Institut und Klinik waren während der gesamten vierjahrigen Bauzeit in Betrieb. Auf drei Geschossen sind Labors mit Sonder- und Nebenräumen zusammengefasst, die durch Räume für theoretisches Arbeiten im benachbarten Kraepelinbau niveaugleich ergänzt werden. Vor dem Labortrakt reihen sich um den begrünten Freiraum hin ein Hörsaal, Bibliothek und Konferenzräume. Der Labortrakt wird vom Kraeplinbau erschlossen. Die Räume für Material und Geräte liegen den zugehörigen Labors gegenüber. Der zweigeschossige Bauteil der Gemeinschaftseinrichtungen verbindet im Erdgeschoss für Mitarbeiter und Besucher und im Untergeschoss (Ver- und Entsorgung) den Altbau mit der Klinik. Die Anbindung des Hörsaals an den Neubau, das Foyer und die Zugänge ermöglichen es, diesen intern und auch für Veranstaltungen mit externen Teilnehmern zu nutzen.

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TU München, Zentrum für Nanotechnologie und Nanomaterialien

Staatliches Hochbauamt München 2, Garching, DE

Flexibilität und Vernetzung: Das Zentrum für Nanotechnologie und Nanomaterialien ergänzt das Garchinger Campusareal der Technischen Universität München. Der quaderförmige Baukörper nimmt Raumkanten und Proportionen der umgebenden Gebäude auf und orientiert sich über einen verbindenden Platz zum Walter-Schottky-Institut. Die Raumaufteilung im Inneren berücksichtigt den hohen Bedarf an Flexibilität und Vernetzung, der die Arbeitsweise der Forscher im Bereich der Halbleitertechnologie charakterisiert. Die einzelnen Labormodule verteilen sich auf drei Geschosse und sind durch umlaufende Flure miteinander verbunden. Verglaste Trennwände und offene Räume weisen den Arbeitsplätzen ein hohes Maß an Transparenz zu. Durch geringfügige Umbaumaßnahmen lassen sich die flexibel nutzbaren Flächen an neue Anforderungen anpassen. Die durchgängig einheitliche Fassadenstruktur fasst die einzelnen Einheiten gestalterisch zusammen. Das Gebäude schafft eine räumliche Plattform für die wesentlichen Arbeitsschritte der Forschung und versammelt ihre Prozesskette unter einem Dach.

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China University of Nationalities

China University of Nationalities, Peking, CN

Der kulturellen Heterogenität verpflichtet: Die Verschiedenartigkeit der insgesamt 56 Nationalitäten, ihrer Kultur, Glaubensrichtung und ihrer regionalen Herkunft war Ausgangsthese für den Wettbewerb des Campusgeländes der China University of Nationalities in Beijing (CUN). Das Areal für den Universitätscampus befindet sich in einem Naturgebiet am 6. Ring der Metropole. Wälder umgeben das kreisrund geplante Gelände, das sich im Süden zu einem zentralen Eingang öffnet und Richtung Norden von einer zentralen Mittelachse durchquert wird. Im Kreiszentrum befinden sich die öffentlichen Gebäude und Einrichtungen für das Studium. Die Wohngebäude und Sport- sowie Erholungsflächen für die Studenten schließen sich in den Außenzonen des Kreises an und gehen in eine Parklandschaft über. Der Masterplan für den Campus schafft durch den Wechsel zwischen Freiräumen, öffentlichen und halböffentlichen Gebäuden eine vielfältige städtische Umgebung mit differenzierten Räumen und hoher Aufenthaltsqualität. Versetzte Baukörper, die Blick- und Sichtachsen bieten, sowie vernetze Außenräume erleichtern den Austausch und Wissenstransfer zwischen den Studenten. Abends kann das Campus-gelände für unterschiedliche Veranstaltungen genutzt werden und füllt sich vom Cafe am See bis zu den Sportanlagen mit Leben.

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Hörsaal des Klinikums der Johann Wolfgang Goethe-Universität

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Frankfurt am Main, DE

Verortung und Dynamik: Der Entwurf für den neuen Hörsaalbau der Johann Wolfgang Goethe-Universitätsklinik Frankfurt folgt dem Prinzip eines Gebäudes im Gebäude. Während sich die Kubatur auf quadratischem Grundriss in die städtebauliche Situation einfügt, ist die zylindrische Form des Hörsaals eine vermittelnde Geste zwischen den Passantenströmen auf dem stark frequentierten Campus – eine Verbindung von Verortung und Dynamik. Durch die Glasfassaden ist der Saalbau nach allen Seiten hin sichtbar, ein umlaufendes Muster transparenter Fugen wird von innen her erleuchtet. Wie ein wertvoller Gegenstand wird der Hörsaal hinter Glas präsentiert: Der exponierte Bau mit kreisrundem Grundriss symbolisiert die zentrale Bedeutung, die Vorlesungen, Vortragsveranstaltungen und Versammlungen für das Universitätsleben haben. Im Innern entstehen großzügige Foyers, unter den ansteigenden Sitzreihen sind Seminarräume eingeplant.

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