Audi Forschungsgelände T22

Audi AG, Ingolstadt, DE

Ziel des Bauherrn war es, für die Entwicklungsbereiche Fahrwerk, Elektronik und Elektrik, Fahrzeugausstattung und Fahrzeugsicherheit sowie für den Prototypenbau hochwertige Arbeitsplätze im Sinne eines Ateliers für kreative Tätigkeiten zu schaffen. Unter Einhaltung eines eng bemessenen Kostenrahmens sollte durch die Logik der funktionalen Organisation und durch zukunftsweisende Bautechnik mit einer am Karosseriebau orientierten Konstrukionsdisziplin in den Fassadendetails der Qualitätsanpruch der im Gebäude entwickelten Produkte auch durch das Gebäude selbst nach innen und außen vermittelt werden.

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Fritz-Haber-Institut Berlin-Dahlem

Max-Planck-Gesellschaft, Berlin, DE

Auf dem ausgedehnten Wissenschaftscampus Dahlem war ein Institutsneubau zu planen, der die bisher in verschiedenen Bauteilen untergebrachten Einrichtungen einer neugeschaffenen Abteilung funktionell miteinander verbindet. Das Raumprogramm sah neben Büro- und Arbeitsplätzen eine Versuchshalle für große Apparaturen vor. Wesentlicher Teil der zu lösenden Aufgabe war es, den sanierten Altbau des Hofbaurats Ernst von Ihne so an den neuen Laborbau anzuschließen, dass gebäudeübergreifend gemeinsame Nutzungen möglich werden. Kern des Neubaus ist eine zentrale Eingangshalle, die offen über drei Ebenen die Erschließung und Vernetzung aller Geschosse in allen Gebäudeteilen ermöglicht. Die gläserne Transparenz der Magistrale ermöglicht visuelle Verbindungen, wechselnde Arbeitsplätze der einzelnen Mitarbeiter und eine Verzahnung von Landschaft und Architektur. Gleichzeitig dient der Glastrakt als neuer Eingangsbereich, der in ein offen gestaltetes Foyer übergeht. Mit seinen Treppen, Brücken und Galerien schiebt sich das Foyer verjüngend zwischen die beiden Flügel des Neubaus. Die Versuchshalle ist in der Flucht des Altbaus erdgeschossig angeordnet; vom zentralen Kommunikationsbereich zugänglich, erfüllt sie zugleich die Forderung nach direkter ebenerdiger Anbindung von außen. Präparationsräume und Studentenwerkstatt sind ihr zugeordnet. In der Versuchshalle können auf acht einzelnen, schwingungstechnisch vollkommen entkoppelten Versuchsfeldern unterschiedliche hochsensible Versuche zur Oberflächenuntersuchung von atomaren Strukturen durchgeführt werden. Das Gebäude wurde in einer Stahlbetonskelettkonstruktion errichtet. Die Fassaden sind im Bereich der Versuchshalle verputzt, in den übrigen Bereichen ist weitgehend eine Pfosten-Riegel-Konstruktion zur Ausführung gekommen. Die südliche Bürozone öffnet sich großzügig verglast zum angrenzenden Garten. Der Sonnenschutz aus vorgelagerten großformatigen horizontalen Lamellen, geben dem Gebäude eine feine Struktur.

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Forschungszentrum Dresden-Rossendorf FZD

Forschungszentrum Dresden-Rossendorf e.V., Dresden, DE

Energie aus der Erde: Mit der Neugründung 1992 übernahm das Forschungszentrum Dresden – Rossendorf die Aufgabe am Standort, eine moderne, international konkurrenzfähige Forschungsinstitution zu entwickeln. Dazu mussten auch Schritte eingeleitet werden, um Gebäude und Infrastruktur so zu modernisieren, dass sie wirtschaftlich betrieben werden können. Von zentralem Interesse waren dabei die Zentralisierung der teilweise 50 Jahre alten Häuser sowie deren Optimierung des Energieverbrauchs. Um diese Ziele zu erreichen, wurde ein neues Eingangsgebäude mit oberflächennaher Geothermie-Anlage gebaut. Die insgesamt 40 Erdsonden gewinnen die Wärme aus einer Tiefe bis zu 99 Metern und verteilen sie über die Betonkernaktivierung der Geschossdecken im gesamten Gebäude. Während dem Erdreich im Winter Wärme entzogen wird, wird sie im Sommer zurückgeführt, sodass die Räume zu allen Jahreszeiten temperiert sind. Das großflächige, rund 23 Meter auskragende Vordach des Neubaus überdeckt die Zufahrt zum Forschungsgelände und stellt eine optische Verbindung zum angrenzenden Logistikgebäude her. Der Gebäuderiegel nimmt alle zentralen Funktionsbereiche auf und ist über Verbindungsbauwerke an den Bestand der Hörsaal- und Kantinengebäude angebunden. Ihm kommt eine zentrale Schlüsselrolle für den gesamten Campus zu.

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BMW Projekthaus

BMW AG, München, DE

Mit dem Projekthaus im Forschungs- und Innovationszentrum der BMW Group in München wird durch eine besondere räumliche Organisation eine neue Art der Zusammenarbeit im Produkt-Entstehungs- Prozess (PEP) ermöglicht. Im zentralen Atrium des 100 x 100 m großen Gebäudes steht – als Haus im Haus – das Studio-Werkstattgebäude. Auf den einzelnen Ebenen werden für die Projekte die jeweiligen Projektstände in einer Art von Rapid-Prototypingverfahren in realen Modellen dargestellt. Diese sind von den umliegenden Projektflächen unmittelbar einsehbar. Dadurch entstehen zwei neue Kommunikationsmöglichkeiten: Jeder Entwickler kann zwischen der virtuellen Bildschirmarbeit und der realen Darstellung pendeln. Durch die räumliche Zentrierung werden zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Menschen zusammengeführt. Die vier Projektgeschosse des neuen Projekthauses bestehen aus je vier Quadranten. Ihre Fläche entspricht 70 bis 120 Arbeitsplätzen. Dabei sind jeweils zwei Ebenen mit einer Wendeltreppe verbunden. So kann ein komplettes Projektteam innerhalb eines Raumkontinuums arbeiten. Die hohen, hellen und atmenden Räume ermöglichen eine freie Organisation der Arbeitsabläufe. Der „Loftcharakter“ fordert jede Projektgruppe auf, ihren Raum selbst auszufüllen.

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Bioinnovationszentrum Dresden

Technische Universität Dresden, Dresden, DE

Das Bioinnovationszentrum Dresden entstand im Rahmen des Gesamtkonzepts Biopolis des Freistaates Sachsen. Es schafft Start-up-Unternehmen der Biotechnologie die räumlichen Voraussetzungen für Forschungsarbeiten. Durch das Zusammenwirken von Molekularbio-logie, Ingenieurwissenschaften sowie der Bioinformatik entstehen neue, innovative Pro-dukte und Leistungen. Unter einem Dach vereint, befinden sich die Bereiche Forschung und Lehre der TU Dresden sowie das TechnologieZentrumDresden, dessen Arbeitsschwer-punkt die Entwicklung und Erforschung der industriellen Nutzung von Projekten der Mole-kularbiologie und Genetik ist. Das innere Erschließungskonzept erlaubte die Realisierung von flexiblen und zusammenhängenden, unterschiedlich großen Nutzungseinheiten. Mit Vervollständigung des zweiten Bauabschnitts wird die zunächst nach Osten hin offene, U-förmige Gebäudestruktur zu einer Blockrandbebauung mit intensiv begrüntem Innenhof geschlossen. Die vollständig nach den Nutzeranforderungen ausgestatteten chemisch-biologischen Labore der TU Dresden sowie die Labore des TechnologieZentrums gehören zur Sicherheitsstufe S1 und sind ausbaufähig für die Stufe S2. Im UG befinden sich ein Radionuklidlabor sowie ein zentraler Servicebereich.

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Zentrum für Neuropathologie und Prionforschung der LMU München

Ludwig-Maximilian-Universität, München, DE

Die lichtdurchflutete Eingangshalle definiert eine klare Fuge zwischen Alt- und Neubau. Die Transparenz dieses Bauteils spiegelt sich auch funktional wieder: neben der Erschließung der einzelnen Ebenen dient die Halle mit Ausstellungs-, Informations- und Seminarbereichen schwerpunktmäßig der Kommunikation. „Kunst muss heute schnell sein und zeitlos zugleich“ so der Künstler Jerry Zeniuk. Das Gesamtkunstwerk aus 40 monochrom gestalteten Edelstahltafeln an den hohen Wänden der Eingangshalle soll auch im Vorbeigehen zumindest ansatzweise rezipierbar sein. Die Arbeiten stellen einen Dialog her zwischen Oberfläche und einer malerischen Konzeption von Tiefe, Raum und Licht, die in der Architektur integriert ist und ihr Intimität und Individualität verleihen.

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FIZ Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie, 1. Bauabschnitt

Infraserv GmbH & Co. Höchst, Frankfurt am Main, DE

Das Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie in unmittelbarer Nachbarschaft zur Johann-Wolfgang-Goethe-Universität am Niederurseler Hang soll junge Biotechnologieunternehmen aufnehmen und die notwendige Infrastruktur für deren weitere Entwicklung zur Verfügung stellen. Das Zentrum wird eng mit den leistungsstarken Forschungseinrichtungen der Universität, dem Max-Planck-Institut für Biophysik und dem Max-Planck-Institut für Hirnforschung (in unmittelbarer Nachbarschaft auf dem Frankfurter Riedberg) zusammenarbeiten. Mit seiner modularen Architektur und Campusatmosphäre unterstützt das Forschungs- und Innovationszentrum einen zwanglosen aber effektiven Wissensaustausch. Das Gebäudekonzept sieht die Anordnung von zehn Modulen rings um einen offenen Innenhof vor. Im 1. Bauabschnitt wurden vier Labor- und Büromodule sowie das Empfangsmodul an der Straßenfront realisiert. Sie sind über eine großzügig verglaste, dreigeschossige Verkehrsachse sowie offene Laubengänge verbunden.

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Medizinisches Forschungszentrum Essen

Universitätsklinikum Essen, DE

Das Universitätsklinikum Essen nimmt im deutschlandweiten Hochschulranking im Bereich Klinische Forschung eine Spitzenposition ein. Der Neubau des Medizinischen Forschungszentrums markiert einen weiteren Meilenstein für die Medizinische Fakultät, da mit der Übergabe des Gebäudes Wissenschaftler und Mediziner des jungen Forschungszweigs Translationsforschung – der Erforschung neuer Biomarker sowie der Übersetzbarkeit vorklinischer Daten – Ende 2010 erstmals ein gemeinsames Gebäude beziehen, in dem sie für die Dauer ihrer Forschungsprojekte zusammen arbeiten können. Verteilt auf fünf Geschossen bietet das hochmoderne Laborgebäude auf 3750 qm Platz für experimentelle Arbeitsräume, S2-Sicherheitslabore, Kreislauf- und Isotopenlabore sowie Lehrräume. Ein gebäudehohes Foyer mit umlaufenden Galerien konnte durch die Aufweitung des notwendigen Treppenhauses realisiert werden. An seiner Eingangsseite ist der streng geometrische, blockhafte Baukörper großflächig ausgeschnitten und lenkt hier den Blick auf eine große grüne Fläche, die sich wie ein gerahmtes Bild über alle Geschosse erstreckt. Der Farbcode Grün setzt sich als Leitsystem im Gebäude fort und bildet so einen lebendigen Kontrast zu der zurückhaltenden Farbgebung in den Laborbereichen.

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BioScience Inkubator in Adelaide, Australien

Bio Innovation SA, Adelaide, AU

Mit Blick in die Zukunft: Mit Hilfe eines Förderprogramms der Regierung soll der Thebarton BioScience Precinct im südaustralischen Adelaide die BioScience-Industrie stärken und der wissenschaftlichen sowie wirtschaftlichen Entwicklung des Bundesstaates eine Perspektive für die Zukunft bieten. Das neue BioScience Inkubator-Gebäude ist der erste realisierte Baustein des geplanten des Forschungs- und Industrieparks, dessen Gelände sich zur Universität von Adelaide öffnet und mit den bestehenden BioScience-Unternehmen in unmittelbarer Nachbarschaft vernetzt ist. Der Baukörper ist Teil eines Masterplans, der eine schrittweise Bebauung des gesamten Areals vorsieht. Als Centre of Gravity bildet das Gebäude einen architektonischen und geographischen Bezugspunkt für weitere geplante Forschungseinrichtungen, die sich um die eindrucksvollen Eukalyptusbäume anordnen werden. Start-up-Unternehmen und Existenzgründern stehen in dem zweigeschossigen Gebäude modulare Mieteinheiten von je 100 Quadratmeter für den flexiblen Ausbau als Büro- und Laborflächen zur Verfügung. Offene Kommunikations- und Erschließungszonen verbinden die unterschiedlichen Nutzer miteinander und schaffen Möglichkeiten für spontanen Austausch unter Wissenschaftlern. Die zentrale Eingangshalle ist in der Sichtachse zum nördlich geplanten Acceleratorgebäude angeordnet, das zukünftig die nächstgrößeren Module bieten wird.

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FIZ Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie, 2. Bauabschnitt

Fabio Grundstücksverwaltungsgesellschaft Mannheim, Frankfurt am Main, DE

Modulare Flexibilität: Das Konzept für das Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie ordnet modulare Gebäudeeinheiten um einen zentralen Innenhof an. Die eigenständigen Baukörper sind über hofseitige Laubengänge miteinander verbunden. Durch diese umlaufende Ringerschließung werden gebäudeübergreifende Nutzungseinheiten möglich; in den Modulen selbst lassen sich Labor- und Büronutzungen frei anordnen. Entstanden ist eine flexible Labor- und Bürolandschaft, die den Bedürfnissen zukünftiger Mieter angepasst werden kann und unterschiedliche Nutzungsszenarien zulässt. Mit dem zweiten Bauabschnitt wurde das Innovationszentrum am Forschungsstandort Riedberg fertig gestellt. Zu dem Eingangsgebäude aus dem ersten Bauabschnitt kamen weitere zentrale Funktionen hinzu: Ein Solitärbau im Innenhof nimmt das Kommunikationszentrum mit Lounge und Restaurant auf. Man erreicht das freistehende Gebäude vom Konferenzzentrum aus, das im angrenzenden Modulbau eingerichtet wurde.

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Zentrum für Molekulare Biowissenschaften, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Christian-Albrechts-Universität, Kiel, DE

Amorpher Grundriss für die interdisziplinäre Forschung: Das neue Zentrum für Molekulare Biowissenschaften vereint bislang räumlich getrennte Arbeitsbereiche in einem Gebäude. Die amorphe Formensprache des fünfgeschossigen Hauses rückt selbstbewusst von den orthogonalen Baukörpern der unmittelbaren Umgebung ab. Raumhohe Fensterelemente sorgen für natürliches Licht bis in die Tiefe der einzelnen Geschosse und alternieren in der Fassade des Neubaus mit messingfarbenen, gekanteten Blechen. Die Form des Baukörpers und das unterschiedlich reflektierende Material seiner geschwungenen Außenhaut sorgen für ein lebendiges äußeres Erscheinungsbild, das mit dem Betrachterstandpunkt variiert. Durch die geplante, sanft modulierte Freiraumgestaltung entsteht ein städtebaulicher Bezugsrahmen, der das Zentrum für Molekulare Biowissenschaften in die umliegende Forschungslandschaft der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel integriert und zu einem herausragenden Teil von ihr macht.

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Audi Vorseriencenter VSC

Audi AG, Ingolstadt, DE

Design und Funktion: Das neue Audi Vorseriencenter präsentiert sich nach Außen als kompakter Baukörper mit geschwungenem Dach. Die sorgfältig gefertigte Fassade aus beschichteten Metallpaneelen setzt den hohen Anspruch von Audi nach Präzision auf baulicher Ebene um. Ort und Lage des Hybridgebäudes sind von der langfristigen Prozess- und Masterplanung der Technischen Entwicklung (TE) auf dem Audi Werksgelände in Ingolstadt bestimmt. Der Neubau vereint die Funktionen der Geschäftsbereiche Entwicklung und Produktion im neu organisierten Vorserienprozess und bietet Arbeitsplätze für bis zu 800 Mitarbeiter. Sämtliche Geschosse fassen großzügige, loftartige Räume, die optimale Arbeitsbedingungen und Freiräume für Büros und Entwicklerarbeitsplätze bieten. Neben den Fassadenflächen sorgen verglaste Atrien und in die Büroflächen integrierte Außenräume als Hof- und Freiflächen das Vorseriencenter mit Tageslicht. Zwischen den Galerieebenen öffnen sich Sichtachsen. Durch die optimierte visuelle Vernetzung in alle Ebenen wird die direkte Zusammenarbeit aller Beteiligten unterstützt und die Kommunikation der Mitarbeiter gefördert. In den Räumlichkeiten der beiden flexiblen Werkstattebenen werden Prototypen und Vor-serienfahrzeuge gebaut. Zur Montage und zur Optimierung der Aufbauprozesse sind die Bereiche mit Hebebühnen, Montagegehängen, Messanlagen und Prüfbereichen ausgestattet. Die Logistikzonen im Untergeschoss können mit LKWs zur Be- und Entladung befahren werden.

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Forschungshaus für molekulare Veterinärmedizin (FMV)

Freie Universität Berlin, Berlin-Düppel, DE

Fünf Institute des Fachbereichs Veterinärmedizin an der Freien Universität Berlin werden auf dem Campus Düppel in Berlin-Zehlendorf ein neues gemeinsames Forschungshaus beziehen. Die Einrichtungen arbeiten auf den Gebieten Virologie, Parasitologie und Tropenveterinärmedizin, Mikrobiologie und Tierseuchen, Immunologie und Molekularbiologie sowie Tier- und Umwelthygiene. Die Zentralisierung der infektiologisch arbeitenden Institute in einem Gebäude ermöglicht neue Synergieeffekte bei der gemeinsamen Nutzung der hochmodernen Laboreinrichtungen. Zugleich wird die Kooperation in Forschung und Lehre durch die räumliche Nähe der Institute zueinander und durch die gemeinsamen Kommunikationsräume gefördert. Vertikale Holzlamellen rhytmisieren die Fensterbänder und das Sockelgeschoss der klar gegliederten Ziegelfassade. Durch bewussten Einsatz der Materialien und durch die maßvolle, kompakte Kubatur fügt sich das Gebäude harmonisch in die vorstädtische Umgebung des Berliner Südwestens ein.

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Novartis WSJ 153 – Moneo Building, Basel

Novartis Pharma AG, Basel, CH

Flexible Grundrisse: Das neue Laborgebäude ist Teil des Novartis-Firmenareals nördlich von Basel. Das Schweizer Pharmaunternehmen entwickelt das ehemalige Produktionsgelände derzeit zu einem Forschungs- und Wissenscampus. Ein entsprechender Masterplan von Vittorio Magnago Lampugnani greift die Leitidee der Stadt in der Stadt auf. Büro- und Laborgebäude sind entlang einer Fabrikstraße angeordnet, die das Areal als neue Hauptachse durchschneidet. Gegenüber der zentralen Grünfläche an dieser Achse befindet sich der Neubau. Das Gebäude ist nach dem Entwurf von Rafael Moneo als Haus im Haus angelegt. Es nimmt im Erdgeschoss ein Restaurant mit 300 Plätzen und in den oberen Stockwerken Flächen für Forschung, Entwicklung und Prozesstechnologie auf. Die Laborbereiche sind in das Innere der Geschosse verlegt und über vorgelagerte Büros und Auswerteplätze erreichbar. Großzügige, helle Korridore entlang der Fensterfronten verbinden die einzelnen Abteilungen miteinander und ermöglichen ein hohes Maß an flexibler Grundrissge-staltung in den Mittelzonen. Die Hauptfassade präsentiert sich mit einem Stahlgitterträger im Sockelgeschoss. Dahinter befindet sich ein offener Arkadengang, dessen prägnanter Schwung sich auch in den oberen Geschossen abzeichnet und die Raumwirkung und Funktionalität des Gebäudes in hohem Maße bestimmt.

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Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Campus Riedberg

Max-Planck-Gesellschaft, München, Frankfurt am Main, DE

Kompakte Baukörper für den wissenschaftlichen Austausch: Das Max-Planck-Institut für Hirnforschung wird auf dem Campus Riedberg in Frankfurt am Main erstellt. Der Entwurf für den Gebäudekomplex sieht zwei langgezogene, kompakte Gebäudekörper vor, deren Längsachsen etwa von Nord nach Süd verlaufen und deren Querachsen dem schrägen Winkel des Grundstücksverlaufs folgen. Eine zentrale Kommunikations- und Erschließungshalle verbindet die beiden Häuser miteinander. Stege, Galerien und frei eingeschobene Boxen dienen als gemeinschaftliche Besprechungsräume und Aufenthaltszonen und fördern den Austausch unter Wissenschaftlern und Mitarbeitern. Das Institutsgebäude mit vier Ebenen ist zoniert in eine Bürospange sowie einen hoch installierten Labortrakt mit flexibel gliederbaren Flächen für die Labornutzung. Die beiden Obergeschosse stehen den vier Abteilungen zur Verfügung. Im Erdgeschoss befinden sich Büros, die zentralen Wissenschaftlichen Einrichtungen und die Labore für die unabhängigen Forschungsgruppen.

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Center for Regenerative Therapies Dresden (CRTD)

SIB Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, Dresden, DE

Das 2006 gegründete DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien (CRTD) ist Teil des interdisziplinären Forschungsbereichs der Stammzellen- und Regenerationsforschung. Das Zentrum untersucht das Selbstheilungspotential des Körpers, um neue regenerative Therapien für bisher unheilbare Krankheiten zu entwickeln. Forschungsschwerpunkte sind Hämatologie und Immunologie, Diabetes, neurodegenerative Erkrankungen, Knochen- und Knorpelersatz sowie Herz-Kreislauferkrankungen. Der Neubau schließt in U-Form an den Gebäuderiegel des BioInnovationsZentrums an. In den zwei Flügeln des neuen vierstöckigen Gebäudes sind Labore, Büros sowie Konferenz- und Seminarräume untergebracht. Der Hauptzugang an der Fetscherstraße führt direkt in den zentralen Kommunikationsraum, der als Ort der Begegnung Wissenstransfer zwischen den Forscherteams fördert. Neben Seminarräumen, dem Hörsaal, einer Cafeteria und Ausstellungsflächen sind hier auch die zentralen Erschließungsfunktionen angeordnet. Passerellen verbinden die beiden Flügel und bieten vielfältige Sichtbezüge und Kommunikationsmöglichkeiten. Der Hörsaal und das Bistro im Erdgeschoss sowie der zweigeschossige Brückenkörper mit Seminarräumen werden als eigenständige Volumen erlebt.

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Philip Morris International Forschungsgebäude, Köln

Philip Morris International Köln, DE

Transparenz und Zukunftsorientierung: Funktionalität und Kommunikation, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sind zentrale Parameter des Entwurfs für die neuen Forschungslabore von Philip Morris International in Köln. Das Gebäude steht für Transparenz und Zukunftsorientierung, die in einer differenzierten, lichtdurchfluteten Architektur Ausdruck finden sollen. Die Forschungsinhalte des Unternehmens sind nach außen und innen in eine positive und zuversichtliche Architektursprache umgesetzt. Das Konzept zeigt einen Baukörper, der unterschiedliche Funktionen aufnimmt und zu einem strukturierten Ensemble zusammenführt, das durch Außenräume unterschiedlicher Qualität mit der Landschaft vernetzt ist. Die funktionalen Hauptbereiche des Gesamtkomplexes – Labor, Büro, Betriebsgastronomie sowie Konferenz, – sind in jeweils eigenständigen Gebäudemodulen untergebracht und über eine zentrale Erschließungshalle miteinander verbunden. Ein umlaufender Architrav fasst die einzelnen Häuser an ihren Dachaußenkanten zu einer übergreifenden Einheit zusammen. Begrünt mit Kletterpflanzen, die an großflächigen Gerüsten ranken, definiert der Architrav gleichzeitig Garten- und Innenhofbereiche zwischen den einzelnen Häusern, die als Rückzugszonen dienen und das Gesamtensemble gliedern.

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Zentrum für Photovoltaik, Berlin-Adlershof

Wista Management, Berlin-Adlershof, DE

Gemeinsam innovieren: Das Zentrum für Photovoltaik im Technologiepark Berlin-Adlershof bietet kleinen und mittleren, innovativen Unternehmen die Möglichkeit, Labor-, Technikums- und Büroflächen in unterschiedlichen Kombinationen zu mieten. Das Gebäude dient nicht allein der Versorgung mit zugeschnittenen Infrastrukturen, es lässt auch einen Ort entstehen, an dem die Identität des verbindenden Forschungsthemas erlebbar wird. Das Gemeinsame wird verkörpert durch einen Raum, der von allen Mietern und Besuchern genutzt und erfahren wird: Das gebäudehohe, helle Foyer mit einer skulptural gewendelten, freistehenden Treppe erlaubt Sichtverbindungen zu allen Geschossen und leitet über zur Technikumshalle und zu den Werkstätten im Erdgeschoss. Das Foyer steht somit für das Bauprojekt als Ganzes. Die geforderte hohe Ausnutzung des Grundstücks konnte erreicht werden, indem die Büro- und Laborflächen in drei doppelgeschossigen Riegeln untergebracht und in Querausrichtung auf die Technikumshalle gestapelt wurden. Durch horizontale und vertikale Addition unterschiedlicher Funktionsbereiche ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, bedarfsgerechte Mieteinheiten mit kurzen Wegeverbindungen zusammenzufassen. Zwischen den Büroflügeln sind begehbare Dachgärten vorgesehen. Die photovoltaischen Versuchsflächen sind auf den Dächern angeordnet; im Fassadenaufbau des Foyers dienen sie als Verschattungselemente. Die Thematik des neuen Zentrums wird dadurch im öffentlichen Raum sichtbar gemacht. Dem bauästhetisch anspruchsvollen Umfeld des Technologieparks fügt das Zentrum für Photovoltaik einen unverwechselbaren Baustein hinzu, der sich seinem Umfeld mit einer einladenden Geste und zeichenhafter Materialverwendung zuwendet.

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