Dualität und Dialektik: Der Entwurf für den International Business Centre Zhi Yuan im ostchinesischen Suzhou greift das Prinzip der Dualität als grundlegendes Gestaltungskonzept auf. Zwei Achsen, zwei Türme, zwei Plätze und ebenso viele Höfe definieren den geplanten Gebäudekomplex. Die einzelnen Baukörper und ihre Nutzungen sind nach dem Prinzip der Dialektik in Relation zueinander gesetzt: hoch und niedrig, geschlossen und offen, privat und öffentlich wechseln sich ab. Städtebauliches Ziel war unter anderem, an der wichtigen Kreuzung Long Shan Road und Tai Hu Road ein Ordnungsmuster zu schaffen, das als Orientierungspfeiler für die weitere Entwicklung des Business Park dient. Auf dem etwa 29.000 Quadratmeter großen Grundstück sollen zwei Baukörper mit U-förmigem Grundriss errichtet werden. Die Stirnseiten der Gebäude werden von zwei schlanken Hochhäusern abgeschlossen, die sich versetzt einander zuwenden, sodass eine komplexe Struktur aus definierten Außen- und Innenräumen entsteht. In den zwei- und dreigeschossigen Sockelgebäuden finden flexibel nutzbare Mietflächen für Restaurants, Geschäfte und Banken Platz; die unterschiedlich hohen Türme sind im Erdgeschoss über großzügige Foyers erschlossen und in einigen Obergeschossen über eine Himmelsbrücke miteinander verbunden.




Room 7502, Building 7, "The Bridge 8" No 10, Middle Jianguo, Luwan District 200025 Shanghai





Das Zentrum bündelt innovative Ressourcen in der Bauwirtschaft, um zukunftsfähige und intelligente neue Lösungen für die Baubranche zu entwickeln. Der Baukörper nimmt die orthogonale Struktur und Maßstäblichkeit der umgebenden Bebauung auf. Eine zweigeschossige, stützenfreie Halle von 87m Länge ermöglicht eine freie, flexible Versuchsanordnung im Erdgeschoss. Sie wird in den Obergeschossen von vier kubischen Büro- und Labormodulen überspannt. Eine gläserne Treppenhalle verbindet alle Funktionseinheiten miteinander und gibt dem Gebäude einen markanten, unverwechselbaren Charakter.



Für die Technische Entwicklung (TE) von Audi in Ingolstadt wurde eine langfristige Prozess- und Masterplanung entwickelt. Die Planung berücksichtigt das Wachstum der TE und den daraus resultierenden Bedarf an Büro- und Prozessflächen. In der ersten Baustufe dieser Gesamtplanung entsteht unter anderem das Vorserien-Center. Die Umorganisation der Vorserienprozesse erfordert eine räumliche Zusammenführung von derzeit an unterschiedlichen Stellen befindlichen Funktionen. Das Gebäude bietet Arbeitsplätze für bis zu 800 Mitarbeiter in Büros und Werkstätten und unterstützt die Entwicklungsarbeit und Serieneinsatzvorbereitung durch den Aufbau von Prototypen und Vorserienfahrzeugen.


"ECHTZEIT - Architektur wirkt unmittelbar" Zur "Nacht der Architekten" im Rahmen der Vierten Architekturwoche A4 öffnen Henn Architekten ihre Türen. Gezeigt wird ein Überblick von Projekten aus München und der Welt, sowie eine Retrospektive der Münchner Projekte des Industriebauarchitekten Prof. Dr. Walter Henn (1912 - 2006). Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich in die Augustenstrasse 54 ein, am 31.Mai 2008 ab 19.00 Uhr.








Prof. Dr. Rolf Pfeifer, Professor für künstliche Intelligenz am Institut für Informatik der Universität Zürich zum Thema: "How the body shapes the way we think. Wie entsteht Intelligenz?" Früher war man der Ansicht – und das ist immer noch die weit verbreitete Sichtweise – dass Intelligenz sich als Computerprogramm nach dem Prinzip „Input – Verarbeitung – Output“, als abstrakte Symbolmanipulation, verstehen lasse. In den letzten Jahren ist die Forschung zur Überzeugung gelangt, dass der Körper bei der Entstehung von Intelligenz eine zentrale Rolle spielt und nicht lediglich die Befehle des Gehirns ausführt, eine Idee, die als „Embodiment“ bezeichnet wird. Während dieser Begriff häufig in seiner trivialen Bedeutung „Intelligenz braucht einen Körper“ verwendet wird, ist sein eigentlicher Stellenwert im Zusammenspiel von physikalischen Prozessen und neuronaler Verarbeitung zu suchen, im Zusammenspiel zwischen Gehirn, Körper (Morphologie und Materialien) und Umwelt.




Prof. Dr. Ernst Pöppel seit 1977 Vorstand des Instituts für Medizinische Psychologie in München und geschäftsführender Vorstand des Humanwissenschaftlichen Zentrums der Ludwig-Maximilians-Universität zum Thema: "Die Zeit des Menschen. Entstehung gemeinsamer Gegenwarten" Das Thema „Zeit“ beschäftigt Denker und Dichter seit der Antike. Seit dem 19. Jahrhundert ist das Thema „Zeit“ auch eine Herausforderung für die biologische und psychologische Forschung geworden. Die bekannte Frage des Augustinus aus dem 4. Jahrhundert „Was ist Zeit? Wenn mich keiner fragt, weiß ich es, soll ich einem Fragenden es erklären, dann weiß ich es nicht.“ quält jeden denkenden Menschen. Ergebnisse der modernen Hirnforschung eröffnen uns einen neuen Zugang zu der Frage: „Wie kommen wir zu der Zeit?“ - eine sehr viel bescheidenere Frage, als die des Augustinus. Ein wichtiger Befund ist der, dass es gelungen ist, auf einer experimentellen Ebene die subjektive Gegenwart zu bestimmen, die etwa 3 Sekunden ausmacht. Dieses Zeitfenster beobachten wir in unserer Wahrnehmung, bei Bewegungen, bei Gedächtnisprozessen, wenn wir etwas miteinander vergleichen, wenn wir uns entscheiden, bei musikalischen Motiven und vor allem auch in der Sprache. Gute Kommunikation bedeutet Synchronisation der gemeinsamen Gegenwarten.


Technologie- und Entwicklungszentrum Albstadt - 14.00 Uhr Das neue Technologiezentrum soll den Stammsitz von Groz-Beckert in Albstadt erweitern und neue Räume schaffen, die der Hersteller von Präzisionsnadeln für die Textilindustrie als Zentrum für Neuentwicklungen nutzen möchte. Die Werkserweiterung setzt sich zum Ziel, die internen Wissensströme hinsichtlich Effektivität bei der Entwicklung von neuen Produkten zu bündeln und den Austausch mit den Kunden sowie das Wissen über den Markt und seine Bedürfnisse zu vertiefen. Das durchlaufende Atrium im Erdgeschoss bildet die Schnittstelle zum Kunden und bietet Ausstellungsflächen sowie Zugang zu einem Auditorium. Quer zum zentralen Erschließungsgebäude befinden sich im ersten und zweiten Obergeschoss vier kammartige Baukörper in paralleler Ausrichtung, die Labor- und Büroräume sowie flexible Flächen für Forschung und Entwicklung vorsehen. Ein zentrales Erschließungsband verknüpft die langgezogenen Baukörper, und durchzieht sämtliche Geschosse als vertikal durchlässiger Kommunikationsraum. Ein Lichtband in der Dachfläche sorgt für natürliches Licht in den Innenräumen. Proportionierung, Gestaltung und Verwendung von Materialien für die Neubauten sind wesentlich von dem Ziel geprägt, den Charakter des bestehenden Werkes aufzunehmen und ihre Architektur interpretierend fortzusetzen.





Die Stiftung Pinakothek der Moderne will den Status Münchens als Kunst- und Kulturstadt Deutschlands wieder in den Mittelpunkt rücken. Die 1993 gegründete Privatinitiative zur Errichtung der Pinakothek der Moderne präsentiert ein Konzept für die Weiterentwicklung der drei Pinakotheken (Alte Pinakothek, Neue Pinakothek, Pinakothek der Moderne) zu einem wahrnehmbaren „Kunstareal München“. Seine Realisierung soll den Museumsstandort München auf eine Stufe mit Kunstmetropolen wie Berlin und Dresden oder sogar London und Paris stellen. Der Plan sieht vor, dem Kunstareal einen zentralen Anlaufpunkt zu geben und Antworten auf die bestehenden Notwendigkeiten für Wechselausstellungen, Depot- und Studienräume zu finden sowie ein angemessenes Domizil für die Staatliche Graphische Sammlung zu schaffen. Der Münchner Architekt Prof. Dr. Gunter Henn hat im Auftrag der Stiftung Pinakothek der Moderne die Idee eines „Center of Gravity“ entwickelt, das den Mittelpunkt eines zusammenhängenden Kunstareals bilden soll. Diesen Leitideen folgend, hat Henn darüber hinaus einen ersten architektonischen Entwurf für eine mögliche Weiterentwicklung der Pinakothek der Moderne vorgelegt. Sein Modell beinhaltet Lösungsansätze für die angespannte Raumsituation in der Pinakothek der Moderne. Der Entwurf von Henn wird als Diskussionsgrundlage für ein Expertensymposium im Herbst dienen, auf dem die Voraussetzungen für die Ausschreibung von Wettbewerben zur Neugestaltung des Kunstareals erarbeitet werden sollen.







Die Planung des „Dubai Crystal“ geht von dem Grundgedanken aus, die kulturelle Identität und das historische Erbe der Stadt am Persischen Golf in die Konzeption eines modernen, zukunftsfähigen Stadtquartiers zu integrieren. Fragen der Nachhaltigkeit und der Ökologie intelligenter Architektur wurden dabei ebenso berücksichtigt wie der unmittelbare urbane Kontext: Umgeben von monofunktionalen Stadtvierteln, in denen sich Büros in hoher Dichte konzentrieren, präsentiert sich „Dubai Crystal“ als lebendiges Quartier mit urbaner Qualität und Atmosphäre. Die Mischstruktur aus Leben und Arbeiten, kulturellen Einrichtungen und Läden, Wohnungen und Forschungsinstituten spiegelt sich in architektonisch differenzierten Plätzen und Stadträumen mit hoher Aufenthaltsqualität wieder. Boulevards und Arkadengänge verdichten sich mit öffentlichen Plätzen und grünen Terrassen zu einer abwechslungsreichen Stadtlandschaft, die durch Wasseradern und Brunnen charakterisiert ist. Im Zentrum des Quartiers befindet sich eine Piazza, an der sich die Dubai Properties-Akademie befindet. Die einzelnen Baukörper des Quartiers sind ihrer Höhe nach gestaffelt; treppenförmige Dachterrassen in Küstennähe werden durch höhere Gebäudeblocks abgelöst. Das markante Hochhaus an der Sheikh Zayed Road ist als weithin sichtbares Landmark des Stadtviertels zu erkennen. Der Turm des Fünf-Sterne-Hotels präsentiert sich wie sämtliche öffentlichen Gebäude mit einer lichtreflektierenden, kristallähnlichen Außenfassade. Der geschliffene Kristall wird zur Metapher und zum Markenzeichen für das gesamte Stadtquartier.



Henn Architekten Abdullah Belhab Al Amri Building Office 802, Al Barsha 1, Street 60 P.O. Box 28 31 36 Dubai, UAE PHONE +971 4 430-8108 FAX +971 4 430-9078 E-MAIL office.dubai@henn.com



Die BioInnovation S.A. entwickelt seit 2001 den Biotechnologie-Standort Adelaide in Südaustralien. Der geplante Thebarton BioInnovation Park vereint Forschung, Wissenschaft und Industrie in Nachbarschaft zum bereits bestehenden BioScience Precinct und der Universität Adelaide. Der modulare Masterplan sieht eine schrittweise Bebauung des Grundstücks vor. Den Auftakt bildet das BioScience Incubator-Gebäude und bietet für Existenzgründer kleine Start-Up-Einheiten mit Labor- und Büroflächen.




Der städtebauliche Entwurf zur Erweiterung des Max-Delbrück-Centrums in Berlin-Buch sieht fünf Baukörper vor, die das Campusgelände mit Forschungs- und Laborflächen ergänzen. Die einzelnen Gebäude reichen bis an die Außenkanten des dreieckförmigen Bebauungsareals und gruppieren sich um eine trapezförmige Achse zur Campusmitte. Im Südosten des Geländes ist ein Laborgebäude vorgesehen, dessen Grundriss das Leitthema des Triangels aufgreift. Das dreigeschossige Gebäude bildet einen architektonischen Auftakt für das Gelände und öffnet seinen Haupteingang zur Campusmitte. Die zentrale, tief in das Innere reichende Eingangshalle ist mit einer Freitreppe erschlossen. Der Entwurf für den Baukörper setzt auf die Trennung zwischen Hülle und Inhalt, Gebäudefassade und Funktion. Auf diese Weise entstehen differenzierte Übergangsbereiche, die als Aufenthalts- und Kommunikationszonen genutzt werden und die städtebauliche Wirkung des geplanten Neubaus unterstützen. Nach Außen präsentiert sich der Stahlbetonskelettbau mit einer transluzenten Hülle, die als Sonnenschutz dient. Zur besseren Belichtung der tiefen Laborräume sind Tageslichtumlenkungen geplant.



A New Campus Laboratory Building Novartis WSJ 153 - Moneo Building, Basel, CH Design Architect Rafael Moneo Gunter Henn: Grußrede





Einheit mit unterschiedlichen Funktionsabschnitten: Als führendes Unternehmen im Bereich Triebwerksysteme eröffnet die MTU Aero Engines einen neuen Fertigungs- und Entwicklungsstandort im polnischen Rzeszów. Der Entwurf für das Gebäude, das zukünftig MTU Aero Engines Polska repräsentiert, geht von einem kompakten Baukörper aus, in dem Produktion, Rechenzentrum und Verwaltung unter einem Dach vereint und durch die gemeinsame Eingangshalle verbunden werden. Langgestreckte Lichtbänder unterschiedlicher Breite gliedern den Gebäudekörper unter der durchlaufenden Dachlandschaft. Während sich die Fassade der Produktion und des Rechenzentrums eher geschlossen zeigt, wird im Bereich des Verwaltungstraktes über die transparente Fassade Tageslicht in die Innenräume gelenkt.





Im ersten Vortrag der Frühjahrsreihe 2009 der Henn Akademie spricht Prof. Dr. Wolfgang Behringer, Professor für Frühe Neuzeit an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken zu dem Thema: "Schnee von gestern? Was wir von der „Kleinen Eiszeit“ für die globale Erwärmung lernen können“


Das Zentrum für Nanotechnologie und Nanomaterialien ergänzt das Garchinger Campusareal der Technischen Universität München. Der quaderförmige Baukörper nimmt Raumkanten und Proportionen der umgebenden Gebäude auf und orientiert sich über einen verbindenden Platz zum Walter-Schottky-Institut. Die Raumaufteilung im Inneren berücksichtigt den hohen Bedarf an Flexibilität und Vernetzung, der die Arbeitsweise der Forscher im Bereich der Halbleitertechnologie charakterisiert. Die einzelnen Labormodule verteilen sich auf drei Geschosse und sind durch umlaufende Flure miteinander verbunden. Verglaste Trennwände und offene Räume weisen den Arbeitsplätzen ein hohes Maß an Transparenz zu. Durch geringfügige Umbaumaßnahmen lassen sich die flexibel nutzbaren Flächen an neue Anforderungen anpassen. Die durchgängig einheitliche Fassadenstruktur fasst die einzelnen Einheiten gestalterisch zusammen. Das Gebäude schafft eine räumliche Plattform für die wesentlichen Arbeitsschritte der Forschung und versammelt ihre Prozesskette unter einem Dach.





Für Architekten und Stadtplaner liegt es nahe, Urbanität an baulichen Strukturen festzumachen: Sie wollen mit ihrem Schaffen einen Beitrag leisten zu einer Lebensweise, die „urban“ ist und nicht bloß städtisch. Was aber ist Urbanität? Großstädtische Siedlungsformen, Vielfalt kultureller Einrichtungen, Zentrumsfunktionen, Verkehrsströme, fremde Menschen, öffentliche Plätze gehören zu diesem Begriff – aus der einfachen Addition solcher Merkmale ergibt sich aber offensichtlich noch keine Urbanität, und genauso wenig lässt sie sich bauen. Dennoch ist Urbanität dort, wo sie einmal entstanden ist, mit einem bestimmten baulichen Zusammenhang eng verbunden. Der Begriff bezeichnet eine bestimmte Lebenswelt, und er hat politische Dimensionen. Der Versuch einer normativen und utopischen Bestimmung von Urbanität läuft auf die Frage hinaus: Wie wollen wir in der Stadt leben? Um diese Frage zu beantworten, empfiehlt es sich auf philosophische Einsichten und Argumente zurückzugreifen.






Das Universitätsklinikum Essen beabsichtigt am Standort Essen ein Medizinisches Forschungszentrum zu errichten. Mit der Schaffung von rund 3.750 m² Nutzfläche (HNF + NNF) sollen den Medizinern und Wissenschaftlern die räumlichen Voraussetzungen für ihre Forschungs- und Lehrtätigkeit gegeben werden sowie die Entwicklung neuer Verfahren und Methoden im Bereich der vorklinischen Medizin. Das Programm umfasst Laborflächen für physikalische, chemische und biologische Nutzung der Sicherheitsklasse S1. Die bauliche haus- und labortechnische Ausstattung ist so ausgelegt, dass mit geringem Aufwand eine S2-Nutzung ermöglicht wird. Das neue Laborgebäude entspricht dem Typus eines klassischen 3-Bunds mit an den Fensterseiten angeordneten Laboren und Büros sowie laborähnlichen Nebenräumen in der Kernzone. Über das repräsentative Haupttreppenhaus, das im Erdgeschoss foyerartig aufgeweitet ist, werden alle Geschosse erschlossen. Das Haupttreppenhaus soll durch seine offene Gestaltung sowie die unmittelbar angelagerten Nutzungen wie Besprechungs- und Pausenräume das kommunikative Zentrum des Hauses werden.



in der Augustenstraße 54 in München

Das Zentrum für Luft- und Raumfahrt III (ZLR III) in Wildau schafft zusätzlichen Raum für die zahlreichen wachsenden Unternehmen im Umfeld des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg und der Fachhochschule Wildau. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald nutzt ihre Erfahrungen in diesem Bereich mit dem Ziel, rechtzeitig zur Flughafeneröffnung die Dynamik in der Region zu nutzen. Eine zweigeschossige großflächige Halle im Erdgeschoss wird in kleinere Einheiten aufgeteilt, die insgesamt 4100 m² einnehmen. Hier werden unter anderem Teile von Triebwerken gefertigt. Ein großzügiges Foyer auf der Straßenseite kann bei Bedarf als Veranstaltungs- und Vortragssaal genutzt werden. Zwischen den beiden darüberliegenden Bürogeschossen bilden sich Dachterrassen und ein Hof heraus. Für die Hallennutzer und andere innovative Unternehmen stehen auf 5000 m² flexible Büroflächen zur Verfügung. Teile der begrünten Flächen des Hallendaches sind von dort aus nutzbar. Das Gebäude bildet ein Gegenüber für das bereits bestehende ZLR I am Kopf des alten Schwermaschinengeländes und repräsentiert damit sichtbar die Veränderung der lokalen Industrie. Zu der rückseitig gelegenen kleinteiligeren Bebauung gliedert sich das Volumen in Finger, zwischen denen auf dem Dach der Halle begrünte Flächen liegen. Die größten Nutzer sind bereits in den Planungsprozess eingebunden und bekommen ein Gebäude, das direkt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Eine flexible und hochwertige Ausstattung ermöglicht es weiteren anspruchsvollen Nutzern, sich noch im Laufe der Bauzeit Flächen nach ihrem Bedarf zu sichern.



Im Rahmen der Stipendienreihe „kiss – Kultur in Schule und Studium“ – eine Initiative des Siemens Arts Program – findet am Donnerstag, 06. August 2009, um 19 Uhr in der Galerie im AcKU e.V., die Eröffnung der einmonatigen Ausstellung „Architektur in der Schule“ statt. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8d der Renataschule Hildesheim zeigen eigene künstlerische Arbeiten, die sie im Rahmen einer dreimonatigen Unterrichtseinheit der Studentin Isa Lange (Universität Hildesheim, Master of Education, „kiss“-Stipendiatin im Siemens Arts Program) entwickelt und realisiert haben: Animationsfilme, Zeichnungen, Fotografien, Skizzenbücher, Schulbau-Modelle sowie Interviews. Während der drei Monate haben sich die SchülerInnen mit der gebauten Umwelt auseinandergesetzt: mit den Funktionen von Architektur, den Entwurfsprozessen; dem Einfluss, den Gebäude auf den Menschen ausüben und der eigenen Lebenswelt Schule. Die Ausstellung wird von Herrn Prof. Dr. Gunter Henn eröffnet.


Engagement für eine Mädchenschule in Ghana AddYouCation setzt sich dafür ein, dass Kinder zur Schule gehen können. Denn in vielen Regionen der Welt – vor allem Afrikas – fehlt es an Mitteln, um Schulen zu bauen oder sie zu betreiben. Eltern können sich einen Schulbesuch oft gar nicht leisten. Millionen Kinder erfahren keine Bildung und haben kaum eine Chance, ihre Armut je zu durchbrechen. Die Initiative wurde von Henn Architekten gegründet, um mit der Erfahrung aus zahlreichen Bauprojekten effektiv zu helfen. Genau dort, wo Schulen besonders dringend gebraucht werden. Unser Ziel: Ein starkes Netzwerk aufbauen und gemeinsam Kindern die Tür zur Schule öffnen. Das Auftaktprojekt ist eine Mädchenschule im Südosten von Ghana. In dem Dorf Agbakope soll eine Senior High School für 600 Mädchen entstehen. Die katholische Diözese Keta-Akatsi hat die Planung bereits 1997 auf den Weg gebracht. Ohne das Engagement der Diözese gäbe es weit weniger Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser in dieser Region. Doch sie stößt immer wieder an Grenzen: Erste Bautätigkeiten für das geplante Schulprojekt sind aus finanzieller Not fast zum Stillstand gekommen. AddYouCation nimmt sich des Projektes an, betreut es langfristig mit verschiedenen Maßnahmen und wird durch eigene Helfer vor Ort Unterstützung leisten. Damit schon bald viele Mädchen die Schule besuchen. Auf einer eigenen Website finden Sie weitere Informationen zu diesem Projekt. Und Sie können sich bei AddYouCation engagieren: Mit Ihrer Förderung, aktiver Mitarbeit oder einer Spende. Herzlichen Dank.







Dreidimensionale virtuelle Umgebungen für eine globale Zusammenarbeit werden in unterschiedlichsten Anwendungsbereichen immer wichtiger. Neben den technischen Möglichkeiten spielen die Konfigurationen der virtuellen Räume, die soziale Wahrnehmung, die sie ermöglichen, die Adaptivität der Räume an die Arbeitsprozesse und Zwischenergebnisse, sowie die neuen Orientierungsmöglichkeiten, die sie bieten, eine entscheidende Rolle. Für die ShanghAI Lectures, ein globales universitäres Projekt renommierter Wissenschaftler zum Thema künstliche Intelligenz, entwickeln HENN ARCHITEKTEN virtuelle Arbeitsumgebungen. Zur Klärung der Ziele und Anforderungen solcher Umgebungen noch im Vorfeld der konkreten Entwürfe fand am 23. und 24. Juli 2009 im Büro München ein Programming Workshop statt, ein weiterer folgt am 14. August 2009 am Artificial Intelligence Lab der Universität Zürich. Die Arbeitsumgebungen werden zugleich Bestandteil eines internationalen Forschungsprojektes zum Thema 3D Collaborative Virtual Environments.




Das Centre for Regenerative Therapies Dresden ist Teil des interdisziplinären Forschungsbereichs der Stammzellen- und Regenerationsforschung. Es wird im Rahmen eines DFG-Forschungszentrums sowie eines Exzellenzclusters an der Technischen Universität Dresden gefördert. Das CRTD widmet sich der interdisziplinären klinischen und Grundlagenforschung im Bereich der Medizin, der Zell- und Entwicklungsbiologie, sowie der Nanotechnologie, der Materialwissenschaften und der Ingenieurswissenschaften. Das CRTD-Gebäude fügt sich in U-Form an das BioInnovationszentrum an und nimmt dessen Geschosshöhen auf. Die neue Planung sieht vier Geschosse mit einem Hörsaal, Verwaltungsbüros und Laboren, einem Bistro und Seminarräumen vor. Während sich die Büros zum Innenhof und zur Fetscherstraße orientieren, sind die Labore im außen liegenden Nord- und Südflügel des Gebäudekomplexes untergebracht. An der großflächigen Ostfassade des Hauses soll der Hauptzugang entstehen, der in eine lichte Eingangshalle führt. Zentrale Erschließungsfunktionen sowie Pausen- und Aus-stellungsflächen sind in ihr zusammengelegt. Zudem dient die Halle der Kommunikation und dem Wissenstransfer, und verbindet die verschiedenen Funktionsbereiche des Nord- und Südflügels miteinander.





Die feierliche Grunsteinlegung für das Research & Development Centre der China Life Insurance am grünen Stadtrand Pekings, wurde am 17. September traditionell mit Drachen begangen. Der Entwurf greift Parameter der chinesischen Bautradition auf und setzt sie in eine zukunftsweisende Planung mit hohen technologischen Ansprüchen um. Der Gebäudekomplex für das größte chinesische Versicherungsunternehmen besteht aus einem zentralen Hauptgebäude, einem Forschungs- und Laborgebäude sowie dem Schulungszentrum mit angeschlossenem Boardinghouse. Analog zur Form eines chinesischen Stempels ist der zentrale Baukörper auf quadratischem Grundriss geplant und symbolisiert die Stärke der China Life Insurance. In seiner Mitte öffnet sich ein ruhiger Garten, der als Ort der Kommunikation und Kontemplation dient und zum Zentrum des gesamten Ensembles wird. Kleinteilige Innenhöfe greifen die Tradition der klassischen chinesischen Wohnbebauung auf und öffnen das Zentralgebäude über alle Geschosse in den Eckbereichen. Vertikale Glaslamellen in den beiden auskragenden Obergeschossen verleihen dem Unternehmenssitz einen dynamischen Charakter. Die jadefarbenen Lamellen aus Sonnenschutzglas können dem Verlauf der Sonne folgen, ohne den Ausblick auf die Umgebung oder in die Innenhöfe zu behindern. Im Foyer des Hauptgebäudes sind auf beiden Seiten des Empfangs Aufzugsgruppen aus rot leuchtenden Glasflächen angeordnet. Das gesamte, ringsum von Wasserflächen umgebene Areal ist nach Ressourcen schonenden und nachhaltigen Parametern geplant.







Amorpher Grundriss für die interdisziplinäre Forschung: Das neue Zentrum für Molekulare Biowissenschaften vereint bislang räumlich getrennte Arbeitsbereiche in einem Gebäude. Die amorphe Formensprache des fünfgeschossigen Hauses rückt selbstbewusst von den orthogonalen Baukörpern der unmittelbaren Umgebung ab. Raumhohe Fensterelemente sorgen für natürliches Licht bis in die Tiefe der einzelnen Geschosse und alternieren in der Fassade des Neubaus mit messingfarbenen, gekanteten Blechen. Die Form des Baukörpers und das unterschiedlich reflektierende Material seiner geschwungenen Außenhaut sorgen für ein lebendiges äußeres Erscheinungsbild, das mit dem Betrachterstandpunkt variiert. Durch die geplante, sanft modulierte Freiraumgestaltung entsteht ein städtebaulicher Bezugsrahmen, der das Zentrum für Molekulare Biowissenschaften in die umliegende Forschungslandschaft der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel integriert und zu einem herausragenden Teil von ihr macht.


Die Diskussionsteilnehmer: Prof. Dr.-Ing. Gunter Henn (HENN Architekten, München/Berlin/Dubai/Shanghai; Professor an der Technischen Universität Dresden und am Massachusetts Institute of Technology, Cambridge, USA) Prof. Dr. phil. nat. Riklef Rambow (Professor an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus, Architekturvermittlung) Dipl.-Ing. Annette Lang (Architektin, Mitglied im Vorstand der Architektenkammer Niedersachsen) Dipl.-Ing. Rolf Toyka (Architekt, Leiter der Akademie der Architektenkammer Hessen) Rolf Behme (Fachberater für Kunst bei der Landesschulbehörde Hannover, Koordinator der Kunst-Begabtenförderung in Hildesheim, Kunstpädagoge am Gymnasium Himmelsthür) Isa Lange (Studentin an der Stiftung Universität Hildesheim, Master of Education Kunstpädagogik / Germanistik) Die Ausstellung und Veranstaltung entstand im Rahmen der Stipendienreihe “kiss - Kultur in Schule und Studium”, eine Initiative des Siemens Arts Program. In Zusammenarbeit mit Henn Architekten, München.


Die Fassade des 70.000 m² großen Shopping Centers im Nordwesten der Essener Innenstadt greift die Idee eines Kleides auf. Wie ein Stoffsaum schiebt sich die silbrig glänzende Haut aus weißbeschichteten Aluminiumpaneelen über die Glasfronten des Neubaus. Der Leitidee eines Abendkleides folgend, sind runde Spiegel aus teilbedampftem Aluminium in die Außenhaut eingelassen. Tagsüber erhalten diese ornamentalen Muster durch Lichtreflexionen und Bewegungen ihre eigene Dynamik. Nachts schillern sie wie Pailletten, die auf den Kleiderstoff genäht sind, denn rückseitig auf die Spiegel angebrachte LEDs in Farbmischungen sorgen gemeinsam mit einem Lichtsteuerungssystem für gezielte Effekte.




Taikang Life gehört als privatwirtschaftliches Unternehmen zu den größten Versicherungsgesellschaften Chinas. Im Norden Pekings wird das Unternehmen ein neues Forschungs- und Rechenzentrum errichten, das in einer späteren Bauphase um die Konzernzentrale erweitert werden soll. Der Komplex bildet dann den nördlichen Abschluss des Forschungs- und Entwicklungsparks Zhongguancun. Das viergeschossige Ensemble umfasst mehr als 70.000 qm Geschossfläche und sieht eine lineare Anordnung der einzelnen Gebäude vor. Auf diese Weise wird eine Folge von fünf Höfen mit chinesischen Gärten ausgebildet, die die Geschichte des Unternehmens darstellen und seine Werte zum Ausdruck bringen. Der mittlere Hof bildet den zentralen Eingangsbereich. Am nördlichen Stadtrand der Hauptstadt spielt die Nahversorgung mit Läden, Kantine und Sportanlagen eine große Rolle im Nutzungsprogramm. Dank der kompakten Bauform lassen sich großzügige Außenanlagen verwirklichen: Im Süden der Konzernzentrale entsteht eine weitläufige Parkanlage mit repräsentativer Auffahrtsallee, die von einem Konzernmuseum flankiert wird. Zwei freistehende, kubische Gebäude mit öffentlichen Nutzungen bilden den westlichen Abschluss der Ensembles.



Fünf Institute des Fachbereichs Veterinärmedizin an der Freien Universität Berlin werden auf dem Campus Düppel in Berlin-Zehlendorf ein neues gemeinsames Forschungshaus beziehen. Die Einrichtungen arbeiten auf den Gebieten Virologie, Parasitologie und Tropenveterinärmedizin, Mikrobiologie und Tierseuchen, Immunologie und Molekularbiologie sowie Tier- und Umwelthygiene. Die Zentralisierung der infektiologisch arbeitenden Institute in einem Gebäude ermöglicht neue Synergieffekte bei der gemeinsamen Nutzung der hochmodernen Laboreinrichtungen. Zugleich wird die Kooperation in Forschung und Lehre durch die räumliche Nähe der Institute zueinander und durch die gemeinsamen Kommunikationsräume gefördert. Vertikale Holzlamellen rhytmisieren die Fensterbänder und das Sockelgeschoss der klar gegliederten Ziegelfassade. Durch bewussten Einsatz der Materialien und durch die maßvolle, kompakte Kubatur fügt sich das Gebäude harmonisch in die vorstädtische Umgebung des Berliner Südwestens ein.





Solidität und Nähe: Die Commercial Bank of Ethiopia (CBE) plant ein 42-stöckiges Gebäude für ihre Hauptverwaltung in Addis Abeba. Das Hochhaus wird das größte Gebäude in Äthiopien werden. Vertrauen ist ein Grundwert im Bankgeschäft. Solidität und Bewahrung gehören ebenso zum Vertrauen wie Transparenz und Kundennähe. Diesen Dualismus bringt der Entwurf zum Ausdruck, indem er Offenheit und Geschlossenheit in ein angemessenes Verhältnis setzt. An den Längsseiten des schlanken Büroturms öffnet sich die Vorhangfassade um einen lichten Spalt, der eine weitere Perspektive auf die Stadt freigibt. Die geringere Verspiegelung der Glashaut gestattet hier umgekehrt einen wohldosierten Einblick. An der Basis gibt die Öffnungsbewegung den Eingangsbereich frei. Zu dem Gebäudeensemble gehören neben dem Hochhaus ein Konferenz- und ein Einkaufszentrum. Die Bauten gruppieren sich um einen abgesenkten und begrünten Vorplatz.







»Wissen« – der Stoff, aus dem Lösungen gebaut sind. Es spricht Prof. Dr. Armin Nassehi. Wissen scheint oft Mangelware zu sein, und wer es hat, scheint der beste Problemlöser sein zu können. Das gilt auf den ersten Blick – auf den zweiten Blick jedoch wird man sehen müssen, dass Wissen nicht immer nur die Lösung ist. Wissen öffnet nicht nur Horizonte, sondern schränkt Horizonte auch ein. Bisweilen scheint die Welt mit zu viel Wissen gepflastert zu sein. Das ist Anlass genug, über das Nicht-Wissen als Ressource für angemessenes Entscheiden nachzudenken.

die Nordbebauung, Technik- und Logistikzentrale Der Bundesnachrichtendienst wird mit ca. 4.000 Mitarbeitern nach Berlin umziehen. Ziel ist es dieses große bauliche Projekt in eine innerstädtische Lage einzubinden, ohne die notwendigen Sicherheitsbelange zu vernachlässigen. Das ausgewählte Areal rund um das ehemalige Stadion der Weltjugend in Berlin, bisher ein Niemandsland zwischen Mitte und Wedding, wird durch das Projekt einen städtischen Charakter und eine Identität erhalten. Dabei sollen stadträumlich differenzierte Erlebnisse ermöglicht und durch Renaturierung des Pankegrünzugs eine übergreifende Qualität für das Quartier geschaffen werden. Das Gesamtprojekt wurde in drei Teilprojekte - Hauptgebäude, Schule mit Besucherzentrum und Technik- und Logistikzentrale aufgeteilt. Die Technik- und Logistikzentrale beinhaltet unterschiedliche Funktionsbereiche. Sie umfasst die Abwicklung der Waren- und Fahrverkehre. Weiter bildet sie den nördlichen Zugang für das Hauptgebäude unmittelbar in dessen Mittelachse. Ein Großteil aller Mitarbeiter wird diesen Zugang bei der nahe gelegenen U-Bahn Station nehmen. Oberhalb dieses Zugangs befindet sich ein Parkhaus für die Mitarbeiter und den Fuhrpark des BND mit 600 Stellplätzen. Ebenso beinhaltet der Komplex ein Kraftwerk und eine Vielzahl von Büroarbeitsplätzen unterschiedlicher Funktionen. Die Logistikzentrale teilt sich aufgrund der differenzierten Funktionen in drei wesentliche Bauteile, die sich städtebaulich artikulieren. Zur öffentlichen Straße hin orientiert sich das großzügig verglaste Foyer, mit dem darüber liegendem Parkhaus. Das Parkhaus besitzt vier Ebenen. Ein viergeschossiges Servicegebäude liegt südlich des Logistikhofes gegenüber. Im Osten arrondiert ein Eckgebäude das Ensemble an der Chausseestraße. Unter dem Logistikhof befindet sich ein viertes Bauteil, das alle Gebäudeteile unterirdisch miteinander verbindet. Im Erdgeschossbereich werden die drei Bauteile durch einen umlaufenden Sockel zusammengefasst. Der Sockel ist durch die Verwendung von Sichtbeton und im Bereich des Eckgebäudes durch Naturstein geprägt. In den Obergeschossen der Bauteile dominieren Metallfassaden, die dem Teilprojekt Logistikzentrale einen funktionalen Charakter verleihen. Städtebaulich abgesetzt davon ist die Eckbebauung, die einen geschlossenen Blockrand zur Chausseestraße bildet und durch eine gegliederte Putzfassade geprägt ist. Das Ensemble muss sowohl die heterogene Nutzungsstruktur als auch die sicherheitstechnischen und städtebaulichen Anforderungen in einem Konzept vereinen. Dabei wurde die Technik- und Logistikzentrale des BND als ein Gebäude konzipiert, das in der Gestaltung seiner technischen Funktion und Aufgabe Rechnung trägt, einen repräsentativen Zugang für die Mitarbeiter anbietet und für seine Mitarbeiter ein kommunikatives, gut funktionierendes und freundliches Arbeitsumfeld schafft.


Kompakte Baukörper für den wissenschaftlichen Austausch: Das Max-Planck-Institut für Hirnforschung wird auf dem Campus Riedberg in Frankfurt am Main erstellt. Der Entwurf für den Gebäudekomplex sieht zwei langgezogene, kompakte Gebäudekörper vor, deren Längsachsen etwa von Nord nach Süd verlaufen und deren Querachsen dem schrägen Winkel des Grundstücksverlaufs folgen. Eine zentrale Kommunikations- und Erschließungshalle verbindet die beiden Häuser miteinander. Stege, Galerien und frei eingeschobene Boxen dienen als gemeinschaftliche Besprechungsräume und Aufenthaltszonen und fördern den Austausch unter Wissenschaftlern und Mitarbeitern. Das Institutsgebäude mit vier Ebenen ist zoniert in eine Bürospange sowie einen hoch installierten Labortrakt mit flexibel gliederbaren Flächen für die Labornutzung. Die beiden Obergeschosse stehen den vier Abteilungen zur Verfügung. Im Erdgeschoss befinden sich Büros, die Zentralen Wissenschaftlichen Einrichtungen und die Labore für die unabhängigen Forschungsgruppen.


Die Leitidee: „Wenn ich mal wieder ein Laborgebäude plane, hat es höchstens zwei Geschosse“, sagte mal ein guter Architekt… und recht hatte er. Ein Gebäude geringer Höhe, kombiniert mit Brand- und Nutzungsabschnitten geringer als 400 qm, löst die komplexen Anforderungen an Labor- und Gebäudetechnik, Schachtanordnung und Brandschutz spielerisch. Das Ergebnis ist ein richtungsweisender und zukunftsfähiger Entwurf, der unter konsequenter Beachtung der Vorgaben aus dem Raumprogramm eine originelle Arbeitsumwelt für die geistige Produktion von Wissenschaftlern anbietet. Der Entwurf hebt sich von herkömmlichen Institutsgebäuden deutlich ab und widersetzt sich der Versuchung, die geforderte Modularität von Nutzungseinheiten in profane Architektur zu übersetzen. Gleichwohl vermittelt er das Bild eines eleganten Laborgebäudes, in dem an zukunftsweisender Nanobiologie gearbeitet wird. Die innere Gebäudeorganisation und Forschungsinhalte werden selbstbewusst nach außen vermittelt. Das zweigeschossige Gebäude ermöglicht einen perfekten Außenraumbezug und Zugänglichkeit für jede der neun Nutzungseinheiten, die sich selbstverständlich miteinander kombinieren lassen.



Das Thema „Komplexität“ behandelt eines der aufregendsten und spektakulärsten Forschungsgebiete der letzten Jahre. Chaos, Ordnung und Selbstorganisation entstehen nach den Gesetzen komplexer dynamischer Systeme – in der Natur und der Gesellschaft. Was können wir aus Chaos, der Entstehung von Ordnung und Selbstorganisation in der Natur lernen? Wie lässt sich Selbstorganisation in Natur, Technik, Wirtschaft und Gesellschaft kontrollieren, damit sie uns nicht aus dem Ruder läuft? Welche Konsequenzen lassen sich aus der Wissenschaft vom Komplexen für unser Entscheiden und Handeln ziehen?

Tore sehen und eine Schule unterstützen: Am 23. Juni 2010 findet ab 19 Uhr ein WM Public Viewing im Modellbauhof Henn Architekten, Augustenstraße 56 in München statt. Fiebern Sie mit bei der Begegnung des Gruppenspiels Ghana – Deutschland und helfen Sie ganz nebenbei einem Schulprojekt, für das sich AddYouCation einsetzt: Der gesamte Erlös aus Imbissstand und AddYouCation Fanartikeln kommt der Mädchenschule St. Catherine Senior High School in Ghana zugute. Wir freuen uns auf einen spannenden gemeinsamen Abend. Um Anmeldung wird gebeten bis 15. Juni 10. Vielen Dank.

Zum „Tag der offenen Architekturbüros“, organisiert durch die Architektenkammer Berlin, öffnen wir die Türen unseres Berliner Büros. Gezeigt wird ein Überblick internationaler und nationaler Projekte. Wir laden Sie und Ihre Freunde ganz herzlich ein! Sophienstrasse 21, am 26. Juni 2010 von 14.00 – 18.00 Uhr.

Das neue Werk der BMW Brilliance Automotive (BBA) in Shenyang ist für Erweiterungen ausgelegt, die in den kommenden Jahren eine Steigerung der Produktionskapazität um ein Mehrfaches erlauben. Dabei erfolgen alle Wachstumsschritte unter einem gemeinsamen Dach, die kompakte und durchgängige Bauweise sorgt für eine gleichbleibend hohe Flexibilität. Die Erweiterungen ordnen sich um ein zentrales Gebäude an: Dort befinden sich der Haupteingang sowie die prozessplanenden und administrativen Funktionen, ebenso das Betriebsrestaurant, die Umkleidebereiche,ein Gesundheitszentrum und weitere Servicebereiche für die Mitarbeiter. Das einheitliche Konstruktionsraster der Produktionsbereiche (18m x18m) kommt auch im Zentralgebäude zur Anwendung, dadurch entsteht ein weiter, eindrucksvoller Erschließungs- und Kommunikationsraum, der von unterschiedlichen Ebenen aus erlebbar ist. Die notwendige Beförderung der Karossen aus der Lackiererei in den Montagebereich erfolgt durch diesen Raum hindurch. Dadurch wird die Produktion für jeden sichtbar und erlebbar gemacht. Auch im kommunikativen Zentrum des Werkes steht die Produktion im Mittelpunkt.





Das Zentrum für Nanotechnologie und Nanomaterialien ergänzt das Garchinger Campusareal der Technischen Universität München. Der quaderförmige Baukörper nimmt Raumkanten und Proportionen der umgebenden Gebäude auf und orientiert sich über einen verbindenden Platz zum Walter-Schottky-Institut. Die Raumaufteilung im Inneren berücksichtigt den hohen Bedarf an Flexibilität und Vernetzung, der die Arbeitsweise der Forscher im Bereich der Halbleitertechnologie charakterisiert. Die einzelnen Labormodule verteilen sich auf drei Geschosse und sind durch umlaufende Flure miteinander verbunden.

Das neue Technologiezentrum soll den Stammsitz von Groz-Beckert in Albstadt erweitern und neue Räume schaffen, die der Hersteller von Präzisionsnadeln für die Textilindustrie als Zentrum für Neuentwicklungen nutzen möchte. Die Werkserweiterung setzt sich zum Ziel, die internen Wissensströme hinsichtlich Effektivität bei der Entwicklung von neuen Produkten zu bündeln und den Austausch mit den Kunden sowie das Wissen über den Markt und seine Bedürfnisse zu vertiefen.




