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Dschamarat Masterplan

Im saudischen Mina in der Nähe von Mekka liegt das islamische Heiligtum und Pilgerziel Jamarat. Dies sind im Nukleus drei historische Säulen, die jeder gläubige Moslem mindestens einmal im Leben nach einem bestimmten Ritus mit insgesamt 49 Steinen bewerfen und damit einen Teil seiner vom Koran festgelegten Pflichten erfüllen muss. Das Problem und die damit verbundene Bauaufgabe bestehen darin, dass nur drei Tage im Jahr innerhalb des Hradsches die Pilger zugelassen werden und deswegen mehrere Millionen Menschen in diesen Tagen durchströmen.

New Jamarat Projekt Mina ist ein Beispiel für »Form follows flow«.

Der Entwurf besteht aus einer mehrgeschossigen Struktur aus Beton und Stein als gebautem Prozessionsweg für eine gläubige Menge mit langsamem, konzentrierten Schritt. Die Bewegungsabläufe korrespondieren mit der Topographie des Tales. Die mehrgeschossigen Rampen machen kosmisches, kultisches Wissen eines Kollektivs räumlich erlebbar. Eigentlich kann man von einem Nichtgebäude sprechen. Auch wenn es kein Haus im klassischen Sinn ist, muss es sorgfältig konstruiert werden, da es große Spannweiten und wegen eines möglichen Hitzestaus auch Geschosshöhen von acht Metern besitzt. Einen Schwerpunkt dieses Entwurfes bilden klimatische Aspekte. Deswegen soll ein Stahlbetonbau mit hoher Speichermasse entstehen.

Ministry of Public Works and Housing
400 000 m²
2002