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Lufthansa A380 Hangar

Für den neuen Airbus 380 und andere Großraumflugzeuge wird ein Hangar geplant. Aufgrund einer Tragwerksstruktur, die den Lastverlauf des weitüberspannenden Dachs nachzeichnet, entsteht ein neuer Hallentypus. Aus den Anforderungen an Spannweiten und Möglichkeiten der Lastabtragung, insbesondere der freispannenden Längsseite der Toranlagen wurde gemeinsam mit Werner Sobek Ingenieure, Stuttgart, ein Tragwerk entwickelt, das präzise dem Lastverlauf folgt: Das räumliche Stabsystem ist an drei Seiten aufgelagert, somit kann die Luftseite des Gebäudes trotz ihrer Spannweite maximal filigran ausgebildet werden. Ihre Fassade wirkt wie ein feingerahmtes Schaufenster für die Flugzeuge in der Luft.

Das Tragwerk wird mit einer filigranen Haut aus Aluminiumpaneelen umspannt, deren Fugenteilung und Öffnungen die Tragstruktur nachzeichnen. Die konstruktive Logik gliedert somit die Fassade und wird zum Gestaltungselement der Fassade. Die Fassadenhülle wird als homogene, glatte Haut an den Stirnseiten über die Attika gezogen: Es entstehen aerodynamisch geformte Konturen. Das Hallendach als 5. Fassade transportiert das Gestaltungskonzept auch in der Vogelperspektive. Die Längsseiten des Hangars werden vollflächig transluzent ausgebildet und ermöglichen Einblicke vom Rollfeld und optimalen Tageslichteinfall für die Büroflächen.

Lufthansa
50 000 m²
Wettbewerb
Gutachterverfahren
2004