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Wissenschafts- und Werkstattgebäude für Neutronenforschung

Die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz am Forschungsreaktor München II in Garching der Technischen Universität München (TUM) wird wissenschaftlich durch eine Kooperation der TUM mit den Helmholtz-Zentren aus Jülich (FZJ) und Geesthacht (HZG) genutzt. Zur Erweiterung der Arbeitsflächen für die Wissenschaftler errichten das FZJ und die TUM zwei viergeschossige Gebäude mit insgesamt 9.300 m² Fläche. Die beiden langgestreckten Baukörper liegen westlich des abgeschalteten Forschungsreaktors (1957-2000). Die Achse zwischen ihnen gibt den Blick auf das denkmalgeschützte Atom-Ei frei.

Versetzte Vor- und Rücksprünge in der Kubatur der beiden Gebäude stellen Bezüge zum jeweiligen Gegenüber her und lassen an ein ineinandergeschobenes Gesamtvolumen denken. Die Gebäudefassaden aus vorgehängten Sichtbetonelementen setzen einen Kontrapunkt zur Metallhülle des Atom-Eis.

Das Wissenschafts- und Werkstattgebäude der TUM liegt nördlich und fasst in seinem Erdgeschoss und im ersten Stock eine große doppelgeschossige Werkstatt, die beiden oberen Etagen nehmen Büroflächen auf. Das Labor- und Bürogebäude des FZJ liegt gegenüber und soll Laborflächen für verschiedene Forschungsschwerpunkte aufnehmen. Die beiden oberen Stockwerke des Gebäudes werden für Büros genutzt.

Die Technikzentralen sind jeweils integriert, sie befinden sich im fensterlosen Obergeschoss der höheren Gebäudeteile. Treppenhäuser an den Stirnseiten erschließen die Innenräume, zusätzlich sind im dunkleren Mittelbereich Aufzüge platziert. Insgesamt erweitern beide Neubauten die Forschungseinrichtungen am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum mit Flächen für 270 Arbeitsplätze.
 

Garching, DE
Staatliches Bauamt Rosenheim
9 000 m²
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2019