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Proteinzentrum

Mit dem Proteinzentrum Charles Tanford erhält die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ein neues Forschungszentrum, das vom Bund und dem Land Sachsen-Anhalt finanziert wurde. Es vereint 13 Arbeitsgruppen der Studiengänge Biologie, Biochemie, Pharmazie und Medizin unter einem Dach und stellt damit ein bedeutendes Zentrum für den Forschungsschwerpunkt Proteinbiochemie an der Martin-Luther Universität Halle dar.

Der Baukörper reagiert in seiner Kubatur auf die unterschiedlichen Richtungen und Fluchten der angrenzenden Bebauungsstruktur und vereint diese zu einer harmonisch skulpturalen Erscheinung. Er setzt sich aus zwei Gebäuderiegeln zusammen, die gegeneinander versetzt angeordnet sind und zwei Vorplätze auf verschiedenen Ebenen schaffen. Der Haupteingang befindet sich auf der nördlichen Seite, ein Nebeneingang im Süden. Im Foyer werden über eine breite Treppe alle Ebenen erreicht. Die Labor- und Büroräume sind in beiden Riegeln als Dreispänner organisiert. Dabei übernehmen die Räume der Mittelzone je nach Bedarf  Büro- oder Laborfunktionen. Die wandelnden räumlichen Anforderungen der Forschungsbereiche werden so optimal bedient und sind flexibel auf sich ändernde Arbeitsabläufe anpassbar.

Die Fassade der Büros sind gestalterisch von den Laborfassaden unterschieden. Die nach außen gerichteten Laborfassaden sind mit silber-weißen horizontalen Aluminiumlamellen verkleidet, die die direkte Sonneneinstrahlung verhindern. Die Büro-Riegel haben Bandfassaden mit Glattblechpaneelen mit integriertem Sonnen- und Blendschutz. Das Foyer hat über die ganze Gebäudehöhe eine gläserne Pfosten-Riegel-Fassade, um möglichst viel Tageslicht einfallen zu lassen.

In einem bundesweit ausgelobten Wettbewerb zur Kunst am Bau gewann der Künstler Timm Kregel mit seiner Skulptur „Tanfords Garten". Charles Tanford war ein jüdischer Wissenschaftler und Pionier der Proteinforschung.
 

Halle, DE
BLSA - Bau- und Liegenschaftsmanagement Land Sachsen Anhalt NL Süd-Ost
10 800 m²
Abgeschlossen
2017