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MedForCe

Das neue Medizinische ForschungsCentrum des Universitätsklinikums Münster MedForCe bildet den zentralen Standort für die Institute für Mikrobiologie, Virologie und Hygiene und wird darüber hinaus weitere, umfangreiche Forschungsflächen der Medizinischen Fakultät beherbergen.

Der Neubau bildet den nordöstlichen Abschluss des Klinikareals und ist im südlichen Bereich an die zukünftige Campusmagistrale angebunden. Er setzt sich aus zwei, ineinandergreifenden, ringförmigen Teilkomplexen zusammen, die jeweils einen vom Vorplatz zugänglichen Innenhof umschließen. Diese Teilung weist auf eine klare Trennung zwischen den Forschungsflächen im nördlichen und dem Zentrum für medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene im südlichen Gebäudeteil hin. Die „Schnittmenge“ bildet das in der Mitte liegende, gemeinsame Foyer, das gleichzeitig als kommunikatives Zentrum beider Bereiche fungiert. Es ermöglicht den Zugang von zwei Seiten, wodurch das Gebäude sowohl der Stadt, als auch dem Klinikum zugewandt ist. Als weiträumiger Luftraum angelegt, erzeugt es im Erdgeschoss eine großzügige, flächenübergreifende Eingangssituation. Die darüber auskragenden, solitären Seminar-, Besprechungs- und Aufenthaltsräume sind auf den ersten beiden Obergeschossen über emporenartige Brücken zu erschließen, die die offene Raumwirkung unterstützen und vielfältige Sichtkontakte zwischen den einzelnen Ebenen und dem darunterliegenden Foyer zulassen. Aus dieser Mitte heraus sind alle Forschungsbereiche und Büroräume ringförmig, entsprechend der Gebäudetypologie angelegt. Ihre Raumaufteilung kann flexibel an die jeweiligen Arbeitsabläufe angepasst werden. Zusätzliche, vorerst ungenutzte Versorgungsschächte erlauben eine spätere Nachrüstung und technische Anbindung nahezu aller Bereiche im Gebäude.

Die Gebäudehülle ist als horizontal gegliederte Bandfassade ausgebildet und führt die verbindliche Architektursprache der umgebenden Bebauung unter Verwendung mineralischer Materialien konsequent fort. Innerhalb der durchgehenden Fensterbänder der Labor- und Bürobereiche lösen schräg gestaffelte Glasflächen die stringente Kubatur des Gesamtkomplexes ab und sorgen durch den Wechsel aus opaken und transparenten Elementen für angemessenen Sonnenschutz. Oberhalb der beiden Zugänge befindet sich eine entsprechende Staffelung aus geschosshohen Metallblechpaneelen und schmalen Glaselementen. Die Eingangszonen in der Mitte des Komplexes sind zu beiden Innenhöfen hin großflächig verglast.

Münster, DE
Universitätsklinikum Münster
35 870 m²
Aktuell
1. Preis
2016