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Max-Planck-Institut

Das 1997 gegründete Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik, das zusammen mit den Architekten Heikkinen & Komonen entworfen und realisiert wurde, liegt in der Nähe des Klinikums der TU Dresden. Seine experimentellen Forschungsbereiche zeichnen sich durch eine dynamische und extrovertierte Arbeitsweise aus und sollten folglich flexible Strukturen erhalten. Dennoch galt es, dem hohen Grad an Funktionalität und Rationalität im Inneren zu entsprechen. Auf dem ca. 50 x 270 Meter großen Baufeld sind die drei Einheiten Labortrakt, Funktionsgebäude und Gästehaus linear angeordnet.

Das Laborgebäude wird von einer Metall-Glas-Fassade mit blau emaillierten Brüstungspaneelen und einem patinierten Sonnenschutz-Gitterrost geprägt, der die prägnante Kubusform unterstreicht. Das Laborgebäude setzt sich aus zwei identischen, in der Fläche nahezu quadratischen Bautrakten mit je vier Etagen zusammen. Zwischen ihnen liegen Seminarräume, das Casino, die Bibliothek und ein Hörsaal. Jede ‚Home Base‘ der Forscher gliedert sich in außenliegende molekularbiologische Großlaboratorien, Sonderlaboratorien und Büroräume, sowie Sonderbereiche für Analyse, Gewebekultur, Isotopen etc. Eine weitere Besonderheit bei den Laboren besteht in der Zuordnung von fassadenseitigen Auswertungs- und Schreibplätzen zu den Laboratorien in derselben Raumzone. Ein Metallgitter, das der Fassade des nahezu fensterlosen Funktionsgebäudes vorgeblendet ist, sorgt für Verschattung, dient als Rankhilfe und betont den kubischen Baukörper. Die Gebäudefront des Gästehauses entspricht der Struktur der anderen Bauten. Einen wohnlichen Charakter erhält es durch die Verkleidung mit horizontalen Holzlamellen.

Heikkinen & Komonen, Helsinki
Dresden, DE
Max-Planck-Gesellschaft
24 973 m²
Abgeschlossen
2001