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Rivero González Vineyard Resort

Grundlage des Entwurfs sind der „Pfad des Weines“ und der „Pfad der Besucher“. Dieser Weg folgt einer Raumdramaturgie, bei der die Besucher von dunkel nach hell und innen nach außen geführt werden. Dabei kann der Besucher entlang der Peripherie der kreisförmigen Gebäude die Herstellung des Weines erleben, ohne die betriebsinternen Abläufe zu stören. Das Gebäude besteht aus vier kreisförmigen Volumen unterschiedlicher Größe und Höhe, die einander touchieren. 

Der Pfad des Weines verläuft von der Anlieferung über die Fermentierung, Kelterung, Lagerung im kathedralartigen Fass-Keller bis hin zur Flaschen-Abfüllung, Etikettierung und der Lagerung immer der Schwerkraft folgend. An keiner Stelle muss das Produkt durch Pumpen bewegt werden, damit ist eine schonende Behandlung des Weines gewährleistet. Vorgesehen ist außerdem ein Labor für önologische Tests und ein Raum für Weinproben. Besucher erreichen die Bodega über einen malerischen Weg durch die Weinberge und betreten das Besucherzentrum mit Rezeption.

Dieser an Land-Art erinnernde Raum ist zum Sonnenuntergang orientiert. Das runde Wasserbecken im Zentrum des Raumes erinnert an ein „Cenote“, ein Kalksteinloch, von denen es im Norden Mexikos mehr als tausend Stück gibt. Die Besucher bewegen sich entlang flacher Rampen durch das Vineyard Resort. Die Dächer der drei niedrigeren Gebäude sind begrünt, die Anlage ist großenteils in den Hang gebaut, um die geothermische Kühlung zu nutzen und die Temperatur für die Reifung der Weine konstant zu halten. Das Resort zeigt im Außenraum kaum Fassade, es ist ganz in die Topographie hineingebaut. Die Dächer kragen weit aus, um die wenigen Fassaden und die Eingänge zu verschatten. Die tragenden Wände aus Stahlbeton werden mit einer Schicht örtlichen Stampflehms verkleidet, der die Feuchtigkeit speichert und als thermischer Puffer dient.

Rivero González
13 000 m²
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