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DER bogen

Der Entwurf entwickelt einen Stadtteilcampus, der sich in alle Richtungen mit der Nachbarschaft verzahnt und ein Teil dessen wird. Das Gebäude bietet eine oberirdische BGF von ca. 41.012 m² als flexibel nutzbare unterschiedlich große Mietflächen. Der Neubau wird als Solitär ohne Anschluss an das Nachbargebäude konzipiert. Das Gebäude bietet sowohl Single- als auch als Multitenant Modelle. Ein wesentliches Ziel des Konzeptes ist es, im Hinblick auf Herstell- und Unterhaltskosten, Flexibilität und Brandschutzanforderungen unterhalb der Hochhausgrenze zu bleiben.

Das Entwurfsprinzip basiert auf der Verschränkung zweier Gebäude, die zusammen eine skulpturale Kubatur in Form eines LOOPs ergeben, der auf seine Umgebung reagiert. Rücksprünge und Ausschnitte erzeugen nicht nur eine einladende und offene Geste, sie markieren wie selbstverständlich die Zugänge zu den Eingängen und Innenhöfen. Jedes Gebäudeteil hat einen Innenhof, die beide im Erdgeschoss räumlich ineinander übergehen und Teil der Durchwegung des neuen Campus werden. Der östliche Hof, der auch zur Prinzregentenstraße aus Fußgängerperspektive sichtbar ist, wird als überdachter Außenraum mit eher urbanem Charakter ausgebildet. Der westliche Hof, der sich zur Vogelweidestraße und zum nördlichen Grünbereich öffnet, wird intensiv bepflanzt und zur Oase für alle Mieter und Besucher. Das Erdgeschoss verzahnt sich nicht nur durch seine räumliche Konfiguration mit seiner unmittelbaren Umgebung, es bietet seinen Nutzern und Nachbarn ein breites Angebot an Einzelhandel, gastronomischen Einrichtungen bis hin zu einer Kantine. Im 7. Obergeschoss wird im südlichen Teil eine Dachterrasse mit Alpenblick angeordnet, diese kann allgemein oder exklusiv vermietet werden.

Die äußere Erscheinung unterstreicht die Differenzierung zweier, ineinander verschränkter Bauten, die durch horizontale Bänder, der Geschossdeckenlinie miteinander verbunden sind. Ganz nach dem Leitsatz „Gleich und doch verschieden“ werden die beiden Gebäudeteile in einen bronze- und einen messing-farbenen Bereich differenziert. Tiefe vertikale, feststehende, leicht zueinander verdrehte Lamellen aus eloxiertem Aluminium geben dem Baukörper eine abstrakte Erscheinung. Die Erdgeschosszone wird in Bereichen bewusst vollflächig verglast. Der Kontrast markiert öffentlichere Nutzungen und betont die Zugänge zu den Foyers.

Ramboll Studio Dreiseitl (Freianlagenplanung), Werner Sobek (Tragwerksplanung), Teuber + Viel (Fördertechnikplanung), KAUPA Ingenieure (Brandschutz)

München, DE
Giesecke+Devrient GmbH
42 000 m²
Wettbewerb
2. Preis, Auftrag nach Überarbeitung
2019