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Merck Masterplan

Die Anforderungen des globalen Marktes erfordern einen Wandel der Unternehmenskultur hin zu mehr Innovationskraft, mehr Internationalisierung und mehr Agilität. Hierfür sind langfristige Strategien erforderlich, die einerseits zukünftigen Einzelprojekten klare gestalterische und strukturelle Regeln vorgeben und andererseits nicht vorhersehbare Entwicklungen ermöglichen. Der Masterplan ist die Antwort auf diese Herausforderung. Er ist eine strategische Initiative, um die Zukunftssicherheit des Standortes Darmstadt zu gewährleisten und ihn zu einer zukunftsorientierten und globalen Werks- und Konzernzentrale zu entwickeln.

Die über mehr als 100 Jahre gewachsene, kleinteilige Struktur des Firmengeländes wird in Bereiche für Forschung und Entwicklung, Produktion, Support und Öffentlichkeit differenziert. Die Geschäftsbereiche werden so in ihrer Wahrnehmung gestärkt, sich ergänzende Disziplinen miteinander gekoppelt und eine selbsterklärende Orientierung innerhalb des Standortes ermöglicht. Langfristig entsteht ein stimmiges Bild, in dem wertige, alte Gebäude zusammen mit neuen optimierte Funktions- und Arbeitsabläufe abbilden. Für den interdisziplinären Dialog und soziale Interaktion werden Kommunikationszonen und urbane Begegnungsorte geschaffen, die informelle, spontane Treffen der Mitarbeiter fördern  und abteilungsübergreifenden Wissensaustausch zulassen. Entsprechende Gebäudetypologien ermöglichen außerdem eine flexible und interdisziplinäre Nutzung.

Die Frankfurter Straße wird gegenüber der parallel verlaufenden Hauptwerksstraße aufgewertet, indem sie auf Höhe des Pützerturms zu einem öffentlichen Platz aufgeweitet wird. Mit dem neuen Emanuel-Merck-Platz entsteht ein öffentliches Forum als zentrale Adresse des globalen Unternehmens Merck. Der Stadtraum öffnet sich zu beiden Seiten der Straße und wird durch das neue Innovationszentrum sowie das „Modulare Gebäude“ an den beiden Außenkanten städtebaulich gefasst. Das Unternehmen versteht seine neue Mitte als einen öffentlichen Raum.

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