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Nestlé Kaffeefabrik

Die neue Fabrik der Kaffeemarke Nescafé wurde im Industriepark Schwerin errichtet, um den wachsenden europäischen Markt zu bedienen. Die Produktion beginnt mit der Anlieferung der grünen Kaffeebohnen, welche verarbeitet, verpackt und verschickt werden.

Der Gebäudekomplex hat mehrere Ebenen, um ein innovatives Vertical-Flow-Konzept umzusetzen, bei dem der Produktweg der Schwerkraft folgt. Ein zentrales Ziel der räumlichen Organisation ist die optimale Beziehung zwischen dem materiellen Prozess und den Wegen und Arbeitsschritten der Mitarbeiter. Der Komplex setzt sich aus einem Verwaltungs- und einem Produktionsgebäude zusammen, die durch eine zentrale Magistrale miteinander verbunden werden. Über diese Organisationsachse erfolgt die gesamte Erschließung für die Mitarbeiter wie auch die Ausrichtung der Produktionslinien.

Die zweigeschossige Eingangshalle ist die Schnittstelle der Bereiche Verwaltung und Workshop, Umkleiden, Kantine, zugleich der Beginn der Magistrale und der Übergang in die Produktion. Die Funktionseinheiten des Verwaltungsgebäudes einschließlich der zur Kantine gehörenden Terrassenebene werden durch eine Umrahmung zu einem eigenständigen Erscheinungsbild zusammengefasst. Sie stehen so, trotz räumlicher Einschnitte und differenzierter Fassadengestaltung, in einer Balance mit der großen Produktionshalle und machen aus dem Fabrikstandort eine Adresse.

Die Ebenen, auf denen die Mitarbeiter sich bewegen, sind raumhoch verglast und ermöglichen Blickbeziehung nach draußen. Die Außenwände von Produktions- und Technikbereichen sind darüber hinaus aus Holzwerkstoffen und haben nach außen hin eine Verkleidung aus mattem Profilitglas, das den großen Volumen Leichtigkeit verleiht. In einer dritten Ebene haben die verfahrenstechnischen Aufbauten eine metallische Verkleidung.

Krebs und Kiefer, Fact, Stefanie Jühling, WPW Ingenieure
Schwerin, DE
Nestlé Gemini
54 000 m²
Abgeschlossen
2014