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Herzzentrum Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Das Universitäre Herzzentrum Hamburg GmbH (UHZ) ist Teil des Masterplans zur Modernisierung und Entwicklung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Der Neubau soll ein komplexes Programm von Notfallbehandlungen, OP-Sälen, Tageskliniken sowie Intensivstationen aufnehmen.

Der Neubau des UHZ passt sich städtebaulich mit Rücksprüngen und Gebäudeeinschnitten seiner Umgebung an. Zwei Innenhöfe gliedern das Gebäude in zwei Gebäudeteile. Der zwischen den Innenhöfen liegende Gebäudeteil ist dreigliedrig organisiert und dient als kommunikatives Zentrum für Mitarbeiter und Patienten einerseits und als zentrale Vertikalverbindung für Güter und Personen andererseits. Geschossübergreifende Personalaufenthaltsbereiche unterstützen die offene Raumwirkung und ermöglichen vielfältige Sichtkontakte zwischen den einzelnen Ebenen. Mit den Mitarbeiter-Hubs entsteht eine gemeinsame Zone für das gesamte Personal des Neubaus, an dem auf verschiedenen Ebenen kommuniziert und gelernt werden kann. Ein Ort, der ein hohes Maß an sozialer Interaktion ermöglicht.

In dem hellen und hohen Eingangsbereich, der gleichzeitig eine unverwechselbare und ansprechende Adresse des Neubaus bildet, können sich Patienten und Besucher zunächst auf das Gebäude sowie die neue Umgebung einlassen, die durch viel Licht und Transparenz geprägt ist. Der erste Eindruck des Gebäudes wird so zu einem positiven Erlebnis und hilft etwaige Ängste, die mit einem Klinikbesuch verbunden sind, abzubauen. Das Funktionsprogramm des Gebäudes ist logisch geschichtet, um Flexibilität, reibungslose Abläufe und intuitive Orientierung für Mitarbeiter, Patienten und Angehörige zu gewährleisten.

Die äußere Gebäudehülle ist als feinsinnig gegliederte, in die Tiefe gestaffelte Ziegelfassade ausgebildet und führt die verbindliche Architektursprache der umgebenden Bebauung konsequent fort. Dem entgegen finden sich in den Innenhöfen umlaufende, über alle Geschosse gehende Metall-Glas-Fassaden als Pfosten-Riegel-Konstruktionen. Das Interieur ist als Kontrast zum monolithischen Ziegelbau konzipiert und bietet eine warme und wohnliche Atmosphäre mit Holzverkleidungen, doppelhohen Räumen und viel Tageslicht dank der großen terrassierten und bepflanzten Innenhöfe. Alle Patientenzimmer sind nach außen ausgerichtet, und die flexible Anordnung der Stationen ermöglicht einen effizienten Betrieb und stellt jederzeit die Nähe zwischen Personal und Patienten sicher.
 

C.F. Møller (Architects)
Hamburg, DE
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
70 000 m²
Wettbewerb
2nd prize
2017