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Opernfundus

Für die Werkstätten und den Fundus der Hamburgischen Staatsoper ist auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Rothenburgsort ein Neubau geplant. Das Gebiet des „Huckepackbahnhofs“ soll zu einem lebendigen Stadtteil mit gewerblichen und künstlerischen Nutzungen entwickelt werden.

Für den Opernfundus ist das Baufeld zwischen der geplanten Ost-West-Magistrale und dem Bogen der nördlichen Bahntrasse vorgesehen. In deren Verlauf nimmt die Tiefe des Baugrundstücks stetig ab. In dem Entwurf werden sechs Hallenbauten von gleicher Breite aber abnehmender Länge versetzt aneinander gereiht und zeichnen so das Baufeld nach. Die dabei ausgebildeten Winkel werden rückwärtig für die Anlieferung genutzt; an der Magistrale entsteht eine aufgefaltete Schaufensterfront, die Einblicke in die faszinierende Welt des Opernbetriebs gewährt. Hier befinden sich hinter Fensterbändern außerdem Büro- und Pausenräume.

Die Hallen selbst sind untereinander verbunden, dort sind die Magazine und Werkstätten untergebracht. Die großflächigen Fassaden zeigen einheitliche graue Klinkeroberflächen und liefern damit eine Setzung für den rauen Charme des neu entstehenden Stadtviertels mit seinen vielfältigen Gewerken. Die gestaffelten Fassaden lassen an die Kulissen hinter der Opernbühne denken. Da mit der Länge auch die Höhe der Hallen kontinuierlich abnimmt, entsteht beim Blick nach Osten ein von der Bühne her bekannter, perspektivischer Effekt, bei dem sich der Raum zu dehnen scheint.

Innius Dö GmbH, Krone Hamann Reinke Ingenieurbüro
Hamburg, DE
Sprinkenhof AG
Wettbewerb
2. Prize
2014