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Museum für Regionalkultur

Das neue Museum für Regionalkultur im Zentrum Wolgograds ist der Geschichte und dem Erbe der legendären Reiter- und Kriegergemeinschaft gewidmet und überträgt die historischen Wurzeln der Region in ein zeitgenössisches Forum. Die Landschaftsgestaltung aus dynamisch verlaufenden Wegen, Sitzskulpturen und Grünflächen bildet den Rahmen des Entwurfs. Der Museumsbau bettet sich harmonisch in dieses Szenario ein. Auf einem skulpturalen Betonsockel ruht der geschwungene, monolithische Körper des Ausstellungsbereichs, dessen Geometrie auf die spiralenförmige Erschließung des Innenraums zurückgeht. Die metallische Fassade aus Aluminiumpaneelen erscheint wie eine elastische Haut, die sich über Kanten strafft und unter Spannung faltet. Sie beschreibt Beweglichkeit und Kraft – althergebrachte Attribute der berittenen Kosakenkrieger. Breite Stufen führen die Besucher hinunter auf den abgesenkten Vorplatz, der stufenlos in die verglaste, weiträumige Lobby übergeht.

Über Rolltreppen gelangt man, begleitet von Licht-, Farb- und Klanginstallationen, hinauf in den Ausstellungsbereich. Die Sammlung ist entlang eines spiralenförmig verlaufenden Parcours angelegt, der ein zentrales Atrium umschließt und dessen Plateaus, Rampen und eingelassene Vitrinen die verschiedenartigen Exponate wirkungsvoll inszenieren. Thematische Panorama Projektionen und interaktive Informationsflächen ergänzen die Ausstellung multimedial. So entsteht ein einnehmender Kosmos, der, geprägt von den Überlagerungen physischer und virtueller Eindrücke, den passenden Kontext für die historischen Objekte bildet. Der Rundgang mündet schließlich in einer Lounge auf Eingangsniveau, dessen großräumige Halle für Veranstaltungen genutzt werden kann. Als mögliche Erweiterung bildet der Vorplatz mit seinen breiten Stufen ein Amphitheater, das den Museumsbau imposant in Szene setzt.

MAN Ltd
1 200 m²
Wettbewerb
2013