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Thünen-Institut

Das Johann-Heinrich von Thünen-Institut soll in Bremerhaven ein Labor- und Bürogebäude mit Lager für die Bereiche Fischereiökologie und Seefischerei erhalten. Der Entwurf geht auf den städtebaulichen Wandel des bestehenden Hafenareals vom Fischerei- und Werftgewerbe hin zu Mischnutzung aus Forschung, Gewerbe, Dienstleistung und Tourismus ein. Dabei reiht sich der Neubau in die Abfolge mehrerer markanter Gebäude entlang der geplanten Fußgängerpromenade ein und bildet als solider Hochpunkt deren Abschluss im Nordwesten.

Die Kubatur des Gebäudes folgt konsequent seiner funktionalen und effizienten inneren Organisation. So ist in dem großflächigen Sockelgeschoss neben sozialen Räumen und Verwaltung das umfangreiche Areal der Aquakultur untergebracht. Der darüber ruhende, fünfgeschössige Gebäuderiegel beinhaltet flexibel nutzbare Labor- und Büroräume. Seine weiten Auskragungen über den Sockelbereich hinaus lockern das stabile Gefüge und bilden eine einladende Geste am Eingangsbereich in Richtung Hafen und Promenade. Die unprätentiöse Fassade thematisiert die raue Witterung und derbe Hafenatmosphäre und betont gleichzeitig die Entschlossenheit des robusten Systems. Schmalseiten, Sockel und Lagergebäude sind gefasst in Metallpaneelen. Die Längsseiten des Labor- und Büroriegels erfahren dahingegen eine weiße, durchgehende, horizontale Gliederung aus Brüstungselementen und Fensterbändern, überlagert durch den transluzenten, feststehenden Sonnenschutz.

Johann-Heinrich von Thünen-Institut für Fischereiökologie und Seefischerei
Wettbewerb
2012